Rückblick: TUAM2 Residency – Klang, Begegnung und Bewegung im kitev






Im November 2025 fand im kitev die letzte künstlerische Residency der Reihe TUAM2 – The Urban Art Mycelium statt. Für eine Woche wurden die 4. Etage und die Water Tanks zu einem offenen Organismus aus Sound, Bild, Gesprächen und spontanen Begegnungen.
Das Abschlusswochenende war intensiv und lebendig. Viele Besucher:innen kamen nicht nur aus Oberhausen, sondern auch aus Düsseldorf, Essen und aus verschiedenen Teilen des Ruhrgebiets. Der Raum füllte sich mit Stimmen, Bewegung, Neugier – mit Menschen, die geblieben sind, zugehört haben, getanzt haben.
Frischer Wind aus Tbilisi
Zu Gast waren die Elektro-Musikerin Anushka Chvarelidze sowie der Kurator Giorgi Spanderashvili. Beide brachten nicht nur Arbeiten mit, sondern auch Prozesse, Fragen und offene künstlerische Situationen.
Während der Residency verwandelte Anushka die Water Tanks in ein lebendiges Soundlabor. Zwischen experimentellen Beats, organischen Texturen und hypnotischen Rhythmen entstanden Klangräume, die sich ständig veränderten – roh, direkt, emotional.
Giorgi zeigte zwei Videoprogramme mit Arbeiten zeitgenössischer georgischer Künstlerinnen und eröffnete damit einen Dialog zwischen Tbilisi und dem Ruhrgebiet – zwischen unterschiedlichen Realitäten, die sich im Bild und im Gespräch begegneten.
Gemeinsame Räume, geteilte Zeit
Am 6. November 2025 wurde der Community Space LEERSTAND zu einem Ort für Austausch und gemeinsames Denken. Nach Talk, Screening und Keynote entwickelte sich ein offener Abend mit Gesprächen, Drinks und Musik – weniger Programm, mehr gemeinsames Dasein.
Am 8. November verteilte sich das Geschehen auf mehrere Ebenen gleichzeitig:
Videoarbeiten liefen auf der 4. Etage, während in den Water Tanks Live-Performance und DJ-Sets stattfanden. Das Publikum bewegte sich zwischen den Räumen – zwischen Bild und Bass, Gespräch und Körper, Beobachten und Teilnehmen.
Mit dabei waren außerdem das Oberhausener DJ-Duo finsterniz & sun_ma sowie Marie Gavois mit ihrem Projekt UNRST, das Sound, Text, Bewegung und digitale Fragmente zu einem intensiven Performancezustand verband.


