- Kitev - Kultur Im Turm e.V.
kitev

Das Oberhaus im Wandel

Ein Hochhaus am Hbf OB: 12 Stockwerke, 80 Wohnungen, je mit kleinem Balkon. Seit vielen Jahren ist es „das Problemhaus» in der ohnehin prekären OB-City, das Image ist noch viel negativer. Der Leerstand und die Fluktuation waren somit lange sehr hoch. Doch nun leben auch viele Neu-OberhausenerInnen im Hochhaus, in von der Stadt angemieteten oder bezahlten Wohnungen.
Die allgemeine Erwartung, dass sich hier nun soziale Probleme potenzieren, ist unsere nicht. In vielen Gesprächen konnte der Besitzer, die Wohnungsgesellschaft Vonovia, überzeugt werden, das Gegenteil zu praktizieren. Es stehen nun ein Ladenlokal-Leerstand im EG des Hauses zur Verfügung, zudem zunächst 4 Wohnungen und weitere demnächst frei werdende. Die dort Einziehenden – u.a. Geflüchtete – bilden den Keim einer aktivierten Hausgemeinschaft, die das Hochhaus neu erfindet: konkret, real, praktisch und mit neuem Namen. Wir nennen es das Oberhaus.

Im Ruhrgebiet ist uns (in dieser Größe) kein vergleichbares Vorhaben bekannt.
Nicht Abseits des Zentrums, nicht in einer Nische autonomen Wohnraums, im Zentrum der Stadt, im größten Haus am Ort, dieses weiter im Besitz der Wohnungsgesellschaft AG Vonovia, sozial prekär schon seit langem, nun u.a. aufgefüllt mit amtlich zugewiesenen Geflüchteten, soll eben mit diesen und mit ihren Kompetenzen und Engagements nicht nur ihre Integration in ein bereits bestehendes funktionierendes soziales Gefüge erfolgen, sondern dieses überhaupt erst hergestellt werden. In anderen Worten: Geflüchtete sind hier nicht Teil eines Problems, sondern Teil einer Lösung.

Schritt für Schritt und mit kleinen baulichen Eingriffen sind auch soziale Prozesse positiv zu befördern.
Es soll sich zunächst zu einem Gemeinschaftsort der HausbewohnerInnen wandeln und weiter zu einem Ort der Begegnung mit ihrer lokalen Umgebung. Desweiteren wird die Renovierung und Nutzung aller zur Verfügung stehenden Wohnungen parallel stattfinden und den weiteren Prozess bestimmen.
Es soll der bis dahin ungenutzte Leerstand im EG, sowie die weiterhin freiwerdenen Wohnungen des Hochhauses als ein gemeinschaftlich genutzter Raum etabliert und hierfür ertüchtigt werden. Gemeinschaftsküche, Wohnzimmer, Werkstatt, Denk- und Begegnungsraum mit anderen und anderem: Welche dieser Potentiale primär verwirklicht werden, dies soll der konkrete Arbeitsprozess mit den alten und neuen BewohnerInnen des Hochhauses ergeben.

One high-rise building at the central station in Oberhausen: 12 floors, 80 apartments, some with a small balcony. Since many years that building is known as «the problem-house» in the already tenuous area of the old city center. That image is even worse. The number of vacantness and the fluctuation were extremely high. Now many new citizens of Oberhausen have moved into the apartments of the high-rise, partly paid by the city. We simply don´t agree with the general expectation saying that social problems might increase by this new development. With the support of the house owner, the company Vonovia, could we convince to practice the converse. There is an abandoned store on the ground floor and 4 more apartments which will become even more in the future. The new inhabitants moving in the house forming the germ of the new communinity who gives the high-rise its new spirit: concrete, real, pratical and renamed. Since then we call it «Oberhaus».

There is no comparable project in this dimension that we know of. Not apart of the center, not in any niche of the autonomous living spaces but right in the city center, in the highest building of the area, continuously owned by Vonovia, should mark the starting point. We believe the refugees are not part of the problem, they are part of the solution. With their competence and engagement it is possible to start the integration process not into an already existing social structure further to a new developed one.

Step by step and with small constructional intervention the social process is positively promoted.
First it stays as a common place for all the inhabitants until it turns slowly into a place of gathering together with locals.  In addition to the activities in the ground floor all the available apartments are already in a renovation process and partly in use for different type of activities like workshops, exhibitions and pop-up hotel rooms.  The ground floor  with its newly renovated kitchen was already place of several events within the «forum regionum» and the conference «WITH!». It has also found its purpose as a repair shop where inhabitants had the chance to fix their own furniture by using donated tools. What will happen next is basically inspired by the people living in the high-rise.


Wer hat das E gesehen?

Ein Gespenst geht um im Ruhrgebiet. Es ist das Gespenst der bedingten Teilhabe. kitev stoppen den Glauben an das Problem und (er)finden Möglichkeiten. Seitdem seit etwa einem Jahr grössere Völkerwanderungen ihre Spuren in Europa, und somit auch im Ruhrgebiet, hinterlassen, ist das ArchitektInnen- und PlanerInnenkollektiv im Auftrag der Lösungen unterwegs.
Das Ruhrgebiet steht exemplarisch für eine deutsche Identität, die sich konstitutiv aus multiplen nationalen Zugehörigkeiten zusammensetzt. Multipel im Sinne einer Koexistenz, aber auch im Sinne der Verwebung. Zugehörigkeiten verflüssigen zunehmend und die Geschichte der Region wäre nie möglich gewesen, wenn nicht Zugezogene sie mit gemacht hätten. Doch die Geschichtsbücher, und auch die aktuelle Berichterstattung, wird allzu häufig von Anderen geschrieben. Wie kann man also Spuren hinterlassen als problematisierte Existenz in Bundesdeutschland, das sich erst nach gut 50 Jahren großer und eigeninitiierter Migrationsgeschichte als Einwanderungsland erkennen will?
Fremdheit war immer schon eine Bedingung für Erkenntnis und Veränderung. Im Rahmen einer Fachdiskussion zum Thema der Repräsentation von MigrantInnen in der deutschen Presselandschaft an der Ruhr Uni Bochum wurde vermehrt Deutschland als beinahe utopistisches neues Modell der Vereinigten Staaten bezeichnet: multikulturell und -lingual sei das Land und behaupte daher so eine Art von transnationaler Ordnung. Aber, wenden andere ein, die Zugänge zu Räumen der Profilierung und Mitbestimmung, symbolisch oder ganz pragmatisch, seien nach wie vor extrem limitiert. Ob im Zusammenhang von Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen, sozialem Status oder fixierter Identitätserzählungen: Zugewanderte in Deutschland leiden nach wie vor unter einer strukturellen Benachteiligung.
Aktuell sind Zugewanderte in der Rolle des ewig Geflüchteten gefangen. Auch wenn diese Rolle oftmals von Aufmerksamkeit und Sorge geprägt ist: sie legt fest. Und sie erkennt den Benannten niemals als selbstverständlichen Teil der eigenen Umgebung an.
Hier setzen wir ein mit der informellen Wanderung des „E“ durch Oberhausen. Seit vielen Jahren schon leuchtet über Oberhausen ein Leuchtschriftzug, direkt gegenüber vom Hauptbahnhof: „Oberhausen – Wiege der Ruhrindustrie“. Oberhausen fehlt das leuchtende E, eine Lücke in der Selbstbenennung der Stadt. Womöglich aus dem Mangel der Notwendigkeit einer Selbstvergewisserung: bereits seit einigen Jahren leuchtet das „E“ nicht mehr bei Nacht.
In dieser Lücke liegt das Potential, neue Wege zu gehen: kurzerhand beschlossen wir, die Neonleuchte gemeinsam mit neuangekommenen Jugendlichen zu reparieren. Und das zeitgleich zur Gründung von Bürgerforen und steigender Angst vor Überfremdung in der deutschen Öffentlichkeit. Die Bewegungsform der Stunde scheint aktuell eine Wanderung zu sein. So zieht das reparierte „E“ als Sinnbild für einen neuen Blick auf sich selbst mit seinen Bauherren durch die Stadt. Über Parkplatzdächer, Aussichtspunkte, Flüchtlingsunterkünfte, erste eigene Wohnungen. Und spätestens in dieser Bewegung spricht es plötzlich über viel mehr als kollaborative Mängelbehebung: über Identifikation, Stolz und Zugehörigkeit und vergessene Orte in der eigenen Stadt. Es wird zur Kunst, „die ja immer ein bisschen mehr kann“, sagt Stark. Und dann zum Anlass, genau darüber zu sprechen. Über Kunst. Die sich nicht versteht als exklusives Spezialwissen für einen kleinen Ausschnitt der Gesellschaft, sondern als Teil einer sozialen Plastik, die jede/n TeilnehmerIn wertschätzt und involviert. Womit wir dann bei Beuys wären. Und auch bei den möglichen Fortgängen des Projekts. Da schwebt es kitev vor, den gesamten Schriftzug gemeinsam mit RegelschülerInnen aus dem örtlichen Berufskolleg zu renovieren, da das neue „E“ ja heller strahlen wird als die beinah historischen Buchstaben. Und das gegenüberliegende Hochhaus, das als Problemhaus in den Lokalzeitungen besprochen wird, könnte eigentlich auch dringend einen neuen Text gebrauchen. Köpfe zusammenstecken und los!

→ noch mehr Infos, noch mehr Bilder!


Premiere im Hochhaus! "Mehr [als] Wohnraum"- Konferenz [6.Juli 2016]

Wir von kitev haben im Rahmen der Konferenz "Mehr [als] Wohnraum" in Kooperation mit StadtBauKultur NRW einen eigenen Workshop mit dem Titel "Hands on! Wir reparieren ein Hochhaus" veranstaltet. Das Hochhaus diente somit nicht nur als Veranstaltungsort, sondern war gleichermaßen Thema des Workshops. Das produktive Treffen war eine gute Gelegenheit gemeinsame Visionen und Ideen zur Zukunft des Hauses in einer größeren Gruppe zu entwickeln und auszutauschen. In Kooperation mit dem Wohnungsunternehmen Vonovia haben wir bisher drei Wohnungen und ein leerstehendes Ladenlokal übernommen und werden diese langfristig renovieren und für neue Nutzungsmöglichkeiten umgestalten. Der Renovierungsprozess wir ein kombiniertes Experiment von gemeinschaftlichen Bauen und gleichermaßen sozialer Integration sein und hoffentlich einen guten Beitrag zum Hauptthema der Konferenz liefern.

Der Workshop hat eine interessante Mischung an unterschiedlichen Personen angezogen: langansässige OberhausenerInnen und kürzlich Hinzugezogene, Professionelle aus den Bereichen Planung und Wohnraum, KünstlerInnen und StudentenInnen von nah und fern. Zuerst stellten diejenigen, welche die längste Erfahrung mit dem Hochhaus haben, ihren Eindruck über die aktuelle Situation dar, um alle auf eine gemeinsamen Stand zu bringen. Neben Herausforderungen wie der hohen Fluktuation, besonders in den kleineren Wohnungen, und den einseitigen sozialen Strukturen, wurde auch eine Reihe potentieller Möglichkeiten identifiziert: Z.B. niedrige Miete, großartige Lage und gute Sichtbarkeit in der Innenstadt, positive Eindrücke nach ersten Begegnungen mit den BewohnernInnen, so wie die relativ gut erhaltene Bausubstanz des Gebäudes. Innerhalb des Workshops wurden drei Gruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten aufgeteilt, welche sich an verschiedenen Stellen im leerstehenden Ladenlokal im Erdgeschoss platzierten. In diesen drei Gruppen wurden vorwiegend Visionen für die Zukunft des Hauses in den nächsten fünf Jahren entwickelt und darüber diskutiert wie diese Entwicklung tatsächlich stattfinden kann: Was kann unmittelbar geschehen und wo sollten Engpässe verschwinden, welche konkreten Interventionen im Wege stehen könnten. Alle Teilnehmenden waren sich darüber einig, dass es oberste Priorität hat, zu erst den Kontakt zu den aktuellen BewohnernInnen herzustellen und sich gegenseitig kennenzulernen - z.B. durch kleine Treffen, in denen die BewohnerInnen regelmäßig über den laufenden Prozess informiert werden, Gespräche mit den langansässigen BewohnernInnen zu führen, um mehr über ihre Interessen und das Haus generell zu erfahren. Was unter allen Umständen vermieden werden sollte, sind kostspielige Renovierungen, welche am Ende keine Anerkennung finden.

Eine Reihe von Problemen haben letzlich einen zaghaften Lösungsansatz gefunden. Wenn es u.a. möglich wäre, die relativ hohen Nebenkosten zu senken (die überwiegend durch Vandalismus und Gleichgültigkeit seitens der MieterInnen hervor gerufen werden), könnten stattdessen einige Benefits entstehen (z.B. einen Garten auf dem Dach des Hauses). Eine Gruppe schlug u.a. vor, einige interessierte BewohnerInnen als hausinterne "Hausmeister" einzusetzen, um die Geschäftigkeit im Haus zu halten und den Mietern mehr Verantwortung für ihr "zuhause" zu überlassen. Dies würde eventuell auch das große Desinteresse am Objekt mindern. Eine ähnliche Idee kam aus einer anderen Gruppe, welche ein großes Potential an Beschäftigungsmöglichkeiten bzw. Ausbildungsverhältnissen durch begleitete Workshops in den leerstehenden Wohnungen bzw. dem Ladenlokal im Haus sieht. In diesem Zusammenhang war es sehr hilfreich auch Repräsentanten vom Jobcenter Oberhausen und dem Wohnungsunternehmen Vonovia anwesend zu haben.

At Kitev, we had initiated the Workshop 4 “Hands on! Wir reparieren ein Hochhaus” in order to crowdsource visions and ideas for the high-rise apartment building that we have agreed to work with in the coming years. The owner company Vonovia has invited Kitev to start a gradual upgrading process, where the current and potential future residents of the house shall be co-creators both in planning the interventions and in carrying them out together with other collaborators. The renovation process will also be an experiment of community building and social integration, hopefully making a valuable contribution to the seminar’s main topic “More (than) living space” – or even a showcase of social integration through construction.   


The workshop attracted an interesting mix of people: long-time Oberhausen residents and recent migrants, planning and housing professionals, artists and students from both close and far. First the people with the most knowledge about the past and current state of the building shared their views, to familiarize others with the state-of-the-art. Besides the challenges such as small flats that favour high fluctuation of residents and one-sided socio-economic structures, a number of opportunities were identified: e.g. low rents, great location and visibility in the city, positive feeling after the first encounters with the current tenants as well as a relatively good basic condition of the building. 

The workshop also took place in the targeted building, in a vacant shop premise of the ground floor. Most of the time was spent in three groups, envisioning the great future of the building and making a roadmap by naming concrete actions that are required to reach the vision in the coming five years: what can be done immediately and which bottlenecks have to be removed before being able to proceed with certain interventions. All agreed that the first priority is to start familiarizing with the current residents – e.g. to talk with the long-time anchor tenants and residents, to initiate a series of small gatherings to inform the tenants about the process, to gather knowledge about their priorities. What shall be avoided is a costly renovation process the results of which are not truly appreciated or are used only seldom.



A number of problems got at least tentative solutions already. If it was possible to lower the considerably high maintenance costs of the house (caused e.g. by the carelessness of some tenants), it could be possible to offer some benefits – a roof garden? – for the residents in return. One group envisaged how hiring certain residents as caretakers instead of outsourcing all building maintenance would keep the money “in the house” and gradually reduce the disinterest that some have in their apartment building. A related idea was to provide opportunities for work and apprenticeship inside the building by establishing a number of workshops either in the shop premises or vacant apartments. We were lucky to have representatives of the owner company (Vonovia) and the Job Center in the workshop.


Eindrücke von Slowenien [April 2016]

In unseren Projekten war die positive Willkommens-Haltung der verschiedenen Länder gegenüber Neuankommenden nie eine selbstverständliche Annahme. Daher war es ein sehr inspirierender Moment als, während unserer Konferenz zur kulturellen Integration Geflüchteter in Ljublijana, der slovenische Staatssekretär verlauten ließ, dass "Slovenien gewillt ist, seine Integrationspolitik zu verbessern". Dies ließ eine Welle der Hoffnung über uns ziehen und an unsere Sache glauben, wenn selbst ein Land mit höchst kontroverser Einstellung zu diesem Thema seine Entscheidungen auf einer gesellschaftlichen Ebene trifft.

Ein weiterer inspirierender Moment ereignete sich zu diesem Zeitpunkt in Deutschland, als zwei führende Entscheidungdsträger eines privaten Wohnungsunternehmens ihr Interesse an einer kooperativen Zusammenarbeit mit uns bekundeten, um mithilfe ihrer Mittel Lösungen in Bezug auf die Wohnsituation von Geflüchteten zu finden. Darüberhinaus haben wir mit unserem Konzept zur Verbesserung der städtischen Umgebung in Zusammenarbeit mit Neuankommenden die Aufmerksamkeit der Stadtverwaltung erlangt.

Impressions from Slovenia

In our project, the ‘welcoming of refugees’ & the positive attitude of the different countries was never a given fact. It was an inspiring moment when, during our conference for refugees’ integration, in Ljubljana, the state secretary stated that ‘Slovenia is willing to improve the refugees’ integration policy’. This gave us hope that our efforts inspired thinking on the system level, in a country with big controversy on this topic.

Another inspiring moment, in Germany this time, was when two leaders of private housing market expressed their interest to cooperate with us in order to find solutions for refugees accommodation & integration using their built capital. Also, our concept for improving urban environment together with refugees attracted the attention of 2 municipalities.



kitev in Slowenien [12.April 2016]

kitev in Slowenien - auf der Konferenz "Accommodation of asylum seekers and Integration of refugees in municipalities: good practices from Italy and Germany",  (Unterbringung und Integration von Geflüchteten) die am 12.April 2016 in Ljubljana stattgefunden hat. 
Slowenien macht die ersten Schritte weg von Sammelunterkünften hin zu dezentraler Unterbringung und holt sich Inspiration aus Italien und Deutschland. Wir durften von unseren Projekten - Refugees' Kitchen - berichten, sowie Zahlen, Daten, Fakten und Erfahrungen von Oberhausen im Hinblick auf Unterbringung und Integration von Geflüchteten vorstellen. Es gab sehr viel Anerkennung dafür, was eine Stadt dieser Größe zu leisten im Stande ist. Ljubljana selbst ist mit 270.000 Einwohnern, nur etwas größer als Oberhausen. 
Aus Italien gab es sehr interessanten Input - das SPRAR System von Cittalia: Ein italienweites Programm zur dezentralen Unterbringung und Kulturprojekten von&mit Geflüchteten.

kitev in Slovenia - participating at the conference "Accommodation of asylum seekers and Integration of refugees in municipalities: good practices from Italy and Germany" on the 12th of April 2016 in Ljublijana. Slovenia started to take first steps away from collective rather towards decentralized accommodation and is in that terms searching for good examples from both Germany and Italy. We were talking about our project "Refugees´ Kitchen" as well as delivering numbers and facts about the current situation about the accommodation and integration of refugees in Oberhausen. Most were really impressed on what a city from that size could manage so far. Ljubljana with around 270.000 citizens is just a little larger than Oberhausen. There was quite interesting input from Italy as well - the SPRAR System from Cittalia: An italianwide program to decentralize accommodation and support cultural projects with and from refugees.

For more information on slovenien language, please visit:



Konferenz 'Kultur mit Geflüchteten' [11. März 2016]

Vergangenen Freitag, am 11.03.2016, fand im kitev-Leerstand die Kulturkonferenz "Kultur mit Geflüchteten" statt. Vertreter_innen von freien Initiativen, städtischen Kulturinstitutionen und Interessierte sprachen über die Rolle von Kultur bei der Integration von Neu-Oberhausenern.

Neben der Bestandsaufnahme von Angeboten zu Teilhabe an Kultur und Bildung, wurden viele weitere Vorschläge und positive Ansätze erarbeitet.

Zusammenarbeit in Oberhausen: Gut zu sehen, wie vielseitig das Engagement in Oberhausen ist!

Arbeit und Leben NRW, BON Bunter Oberhausener Norden, Familienbildungswerk Oberhausen, Gdanska, Integrationsrat, Internationale Kurzfilmtage Oberhausen, Jugendclub Courage Integrationsgruppe

kitev, die Kurbel, Kulturausschuss, LUDWIGGALERIE, LVR-Industriemuseum

Musikschule, Presseklub, Pokuju e.V., POTTpeople Stadtbibliothek Oberhausen,

Theater Oberhausen, VHS Oberhausen und viele weitere …

Pictures by René Jankowski & Ghaith Shahta

Conference "Culture with refugees"

Last Friday, on March the 11th 2016, took the conference "culture with refugees" in the vacancy at kitev place. Representives of free initiatives, urban cultural institutions and Interested people talked about the function of culture when it comes to integration processes of new-arrived citizens. Beside the inventory of already existing projects to participate to culture and education, many new ideas and suggestions came up and were developed.

Teamwork in Oberhausen: Good to see how multifaceted the engagement in Oberhausen is!

Arbeit und Leben NRW, BON Bunter Oberhausener Norden, Familienbildungswerk Oberhausen, Gdanska (cultural polish restaurant), Integrationsrat (council of integration), Internationale Kurzfilmtage Oberhausen (international shortfilm-festival), Jugendclub Courage Integrationsgruppe

kitev, die Kurbel, Kulturausschuss (committee of culture of the city of Oberhausen) , LUDWIGGALERIE, LVR-Industriemuseum (industrial museum),

Musikschule, Presseklub, Pokuju e.V., POTTpeople, Stadtbibliothek Oberhausen (library of Oberhausen),

Theater Oberhausen, VHS Oberhausen (adult education center Oberhausen) and many more …


Lehre Nummer eins! [Januar 2016]

Eines unserer Projektziele war es, uns über eine Ausschreibung mit weiteren integrativen Projekten aus anderen Ländern zu vernetzen. Über soziale Medien und auf informellen bzw. formellen Wege, recherchierten wir nach Projekten mit ähnlich relevanten Themen. Dennoch bekamen wir auf unsere Anfrag von der großen Mehrheit keine Antwort. Dieses Problem überkamen wir, indem wir uns bekannte Personen auf persönlichen Wege ansprachen. Am Ende waren es nach intensiver Recherche unsere internationalen Partner, welche uns mit guten Beispielen versorgten. Nun ist unsere Liste äußerst bekannt, dennoch wünschen wir uns noch mehr Vielfalt durch die Teilnahme unterschiedlicher Länder.

Später fanden wir heraus, dass die meisten erfolgreichen Initiativen in Ihren Prozessen zu beschäftigt waren, um uns zu antworten. Auch waren unsere Fragen nicht einfach genug gestellt, um von BürgernInnen beantwortet zu werden. Für die Zukunft beabsichtigen wir mehr zielgerichtetes Kontaktieren und das maximale Nutzen von persönlichen Netzwerken!

Lesson 1!

One of our project’s goal was to collect cases of refugees’ integration projects, from different countries. For this, we circulated a short survey to social media & contacted formal & informal organisations with a relevant activity. However, the vast majority of people reached didn’t respond. We overcame this problem by asking personally people we knew from different countries. It was our partners after all who managed to provide us with examples, & our own research. Our list is now populated enough, but we seek for more diversity country-wise.

What we found out later & learnt from this process was that successful initiatives were too overloaded with their ongoing work, to respond to e-mails. Also our demands (cases meeting certain criteria) were not simple enough for citizens to respond. For the future we propose more targeted contacting and max use of our personal networks!



Neue Inspirationen zum Thema Interkultur [Dezember 2015]

Die Philosophie eines Projekts könnte eine Kategorie sein, oder? Wir zehren von der Idee von "Inter-Kultur" und dem Willen Vielfalt als eine wichtige Ressource statt eine Last zu sehen. Dies lud uns ein, anders über die Unterbringung von Geflüchteten nachzudenken und sie als fachkundige und interessierte Individuen zu sehen, welche eine Menge zu neuen Formen des Gestaltens ihres Wohnenraums beitragen können- besonders sich selbst einen Ort des Wohlgefühls und des Willkommens zu schaffen. Anstatt die Neuankommenden als Belastung für ein System zu sehen in dem sie aufgrund ihrer Herkunft stigmatisiert und in lange Wartezeiten gedrängt werden, sieht unser Projekt es vor, sie vom ersten Moment an in die Gestaltung neuen städtischen Lebens einzubeziehen. Die Herausforderung dabei ist nicht die Tatsache mit ihnen statt für sie zu arbeiten, mehr dem Notstand gerecht zu werden angemessen auf den globalen Flüchtlingsstrom zu reagieren, was zu schnellem Handeln unsererseits führt.

Es gibt zahlreiche Quellen der Interkultur, aber die größte Inspiration schenkte uns tatsächlich das Buch "Interkultur" von Mark Terkessidis. Auch wenn das Buch bereits im Jahre 2010 veröffentlicht wurde, ist das Thema nachwievor hochaktuell. Es ist eine scharfsichtige Betrachtung verschiedenen institutionellen Bestrebens- das meistens trotz gutem Ansatzes erfolglos blieb- in der täglichen Auseinandersetzung mit dem ansteigenden multikulturellen Lebens in Deutschland. Terkessidis schlägt als Lösung vor, oder zumindest als Denkrichtung, dass "Interkultur" mehr als das Abschaffen von Barrieren begriffen werden sollte (Barrierefreiheit). Die Grundlage zu dieser Haltung ist dabei, sein Verständnis und damit Illusion eines "normalen" Nutzers abzulegen und sich dafür mehr auf die Möglichkeit zu konzentrieren, Zugänge zu städtischer Fläche für jedermann zu schaffen.

New inspiration about Interculture

Project philosophy could be one category, too, right? We have drawn from the idea of “inter-culture” and the willingness to see diversity as a resource instead of a burden. It invited us to rethink refugee accommodation and to see refugees as skillful and interested individuals who can contribute to new forms accommodating themselves in their new domiciles – also in the sense of making themselves feel comfortable and welcome. Instead of seeing the newcomers as burdens of the system that labels people based on their country of origin and often holds them in an agonizingly long state of waiting, the project has wished to see models where everybody can take part in shaping urban living. The challenge is not limited to working for and with refugees, but as we felt the urgency to react to the global refugee streams, we simply needed to start to act from here.

There are a number of sources on interculture, but our main source of inspiration has been the book ‘Interkultur’ by Mark Terkessidis. The book was published in 2010 but it remains highly topical. It is a clear-sighted diagnosis of the various institutional efforts – mainly unsuccessful despite of the often good intentions – to cope with the increasingly multicultural life in Germany. What Terkessidis proposes as a solution, or at least a direction to follow, is to conceive ‘Interkultur’ as absence of barriers (Barrierefreiheit). Giving up an illusion of a “normal” user and concentrating on providing equal access to e.g. urban spaces to all users should be the base line.



Netzwerktreffen "Advocate Europe" bei kitev [27. - 29.November 2016]

Welch ein Wochenende! Würden diese Menschen, die sich bei uns trafen, Entscheidungen treffen, wären Europas Probleme innerhalb von wenigen Tagen gelöst. Das Netzwerktreffen von Advocate Europe brachte alle neun Projektteams zusammen, die Gewinner des Ideen Wettbewerbs sind. Dies wurde natürlich gemeinsam gefeiert, aber auch für Zeit für Diskussionen war gegeben. So wurden die problematischen Fragen eines jeden Projekts mithilfe von professioneller und emphatischer Moderation besprochen. Das Programm beinhaltete u.a. Workshops, welche als "echtes Training" fungierten. Es war ein wahrer Luxus an einem, von Advocate Europe jedem einzelnen Projekt zugeschnittene, Coaching teilzunehmen. Die TeilnehmerInnen schafften insgesamt eine großartige Atmoshäre, welche nicht nur dazu einlud angeregten Austausch von Ideen und Erfahrungen zu pflegen, sondern auch Raum für eine gemeinsame Reflexion zu geben.

Sind wir mit unserem Projekt auf dem richtigen Weg? Schaffen wir es tatsächlich eine Veränderung herbeizuführen?

Pictures by Agnieszka Wnuczak & Urban Jeriha

Am Samstagabend gab Advocate Europe eine öffentliche Veranstaltung im Leerstand. Kitev lud dazu auch einige Gäste aus der Region Oberhausen bzw. Ruhrgebiet ein. Das Haiptthema war Europa: In welchem Europa wollen wir gerne leben? Antworten zu dieser Frage wurden anhand der Open Space Methode in Gruppen debatiert. Dies bedeutet, dass jeder ein Diskussionsthema vorschlagen kann und dadurch selbst zum Moderator wird. Wer wo, aktiv oder passiv, dabei sein wollte, wurde per Fuss-Wahl abgestimmt. Die Themen gingen von Toleranz über Vielfältigkeit bis zu Europas Möglichkeiten, als ein Kontinent ohne Grenzen und Herausforderungen zu existieren, und abschließend sogar Klimawandel und Analphabetismus. Vielen Dank für das zahlreiche Erscheinen und Teilnehmen an den Diskussionen!

Nachdem das Netzwerktreffen beendet war, bestand noch die Möglichkeit zu bleiben und an der Performance Culture Tunnel Ruhr teilzunehmen. Wir beobachteten die letzten Unternehmungen (von Culture Tunnel´s zweiter Performance-Serie) einen Ausgang aus dem matschigem Wasser gefüllten Tunnel zu finden. Die Performance war sehr intensiv- ähnlich wie unser Netzwerktreffen. Der Unterschied zu den "Gefangenen" im Tunnel war, dass wir nach den Coachings das Licht am Ende dessen sehen konnten.


Network Meeting 'Advocate Europe' at kitev

What a weekend! If it was up to these people, Europe would solve its problems within a couple of days. The network meeting of Advocate Europe brought together the project teams of nine winning teams of an idea challenge. We celebrated the progress and examined the problematic questions of each project, with the help of our professional and emphatic facilitators. The programme included workshops that functioned as real training. It was a luxury to attend coaching sessions that Advocate Europe had tailored to the needs of the projects. The participants created a great atmosphere, which not only provided for intensive exchange of ideas and experiences but also room for reflection. Are we on the right track with our project? Will we really be able to make a difference?

Pictures by René Jankowski

On Saturday evening Advocate Europe hosted a public event in Leerstand. Kitev had also invited guests from the region to participate. The main theme was Europe: In what kind of Europe we would like to live in? The answers were debated in groups, utilizing the Open Space methodology. Anyone willing to moderate a discussion could propose a topic. Then people voted with their feet and picked discussions that they wanted to contribute or listen to. The covered topics included tolerance and diversity questions, possibility of Europe without borders and challenges such as climate change and illiteracy. Thank you very much for coming and joining the discussions!

After the network meeting was finished, some could still stay and join the performance Culture Tunnel Ruhr. We witnessed the last attempt (of the Culture Tunnel’s second performance series) to find an exit from this tunnel with muddy waters. The performance was very intensive – like our network meeting had been. The difference was that – unlike the prisoner of the Culture Tunnel – after our coaching we could see light at the end of the tunnel.




Wir gehen online! [September 2015]

Um mehr Wissen über integrative Flüchtlingsprogramme zu verbreiten, entschieden wir uns an die Öffentlichkeit zu gehen und unsere Erfahrungen zu teilen. Am Ende gelang es uns eine große Datenbank von sehr interessanten Fällen aus ganz Europa zu sammeln. Trotz alledem war es noch ein weiter Weg zur Publikation und wir erkannten die Notwendigkeit für mehr Informationen alle Projektteams oder Organisationen nochmals über persönliche Emails, am besten in ihrer Muttersprache, anzuschreiben.

Wir begannen damit, sehr erfolgreiche und interessante Projekte aus Deutschland anzufragen - z.B. Über den Tellerrand kochen, Cucula und GrandHotel Cosmopolis - und die Antworten waren mehr als spannend. Auch wenn uns viele Rückmeldungen mit etwas Verspätung erreichten, war die Resonanz auf unsere Dokumentation mehr als positiv und viele bereuten nicht mitwirken zu können. Die meisten waren schlicht und einfach zu sehr damit beschäftigt, Europa zu einem besseren Ort für Geflüchtete und alle anderen BewohnerInnen zu machen. In diesem Fall hatten wir großes Verständnis für die sehr kurzen, aber sehr sympathischen Antworten. "Haltet die Stimmung! Coole Arbeit!" war das häufigste Feedback.

Dennoch ist es nicht zu spät, euer Projekt hinzuzufügen! Wir können es jederzeit in unserer Datenbank aufnehmen, selbst wenn es zu spät für die Publikation ist. Es ist niemals zu spät Text-oder Bildmaterial von coolen Initiativen zu bekommen! Lasst uns zusammenkommen!

We´re going online!

For wisdom about refugee integration practices, we had decided to turn to the crowds and spread the message. After all we managed to collect a considerably big database of very interesting cases from all over Europe. However, there was still a long way from there towards the final publication and we saw the need of contacting each project team or organization for more material, with a separate mail, preferably in their mother tongue.

We started by asking the highly successful and interesting practices in Germany – Über den Tellerrand kochen, Cucula and GrandHotel Cosmopolis, for instance – and the response was very interesting. Although the mails came with considerable delay, people were happy to hear about our documentation project and would have really liked to contribute. They were busy making Europe a better place for refugees – or anybody in principle – and this is also why we had no problems in accepting the brief and very sympathetic responses from their side. Keep up the spirit! Cool work! was the mutual conclusion.

However, it is not too late to add your case! We can always add it to the database even if it came too late for the printed publication. It is neither too late to send in text and picture material about cool initiatives! Just get in touch!


Refugees for Co-Creative Cities

Die Jury hat entschieden!

Wir freuen uns sehr die Nachricht zu verkünden, dass wir von nun an Teil des Netzwerks sind und mit unserem Projekt von Advocate Europe idea challenge gefördert werden!

Wer ist Advocate Europe?
Advocate Europe ist ein jährlicher Ideen Wettbewerb für innovative europäische Initiativen und Projekte von MitOst in Kooperation mit Liquid Democracy, gefördert von der Mercator Stiftung. Advocate Europe ist offen für alle zivile Engagierte aus der Gesellschaft, die sich nach Finanzierung und Unterstützung für die Realisierung ihrer Ideen sehnen, aus Bereichen wie bürgerliche Bildung, Kunst und Kultur oder soziale Innovation. Mit Mentoringprogrammen und finanzieller Unterstützung von non-profit Projektidden bis zu je €50.000, hat sich Advocate Europe zum Ziel gesetzt transformative Aktivitäten innerhalb der europäischen Zivilgesellschaft zu fördern.
Die Gewinner wurden von einer öffentlichen, so wie Experten-Jury gewählt. Aus insgesamt 575 beantragten Projekten aus 39 Ländern, fiel die Wahl auf zehn Projekte, die sich innovativer Mittel bedienen, um Verbindungen und den Zusammenhalt in Europa zu stärken. Die Jurygemeinde entschied sich darüberhinaus für einen Preisträger des Community Awards: Das Projekt "Localization of the best European MOOCs for Ukrainians by the ukrainian NGO Prometheus", erhielt €5.000 für ihre Umsetzung.

    
[die Jury sagt:] Refugees for Co-Creative Cities reagiert mit einer spannenden Mischung aus lokaler Intervention und europäischem Austausch auf die aktuelle Notwendigkeit einer neuen Willkommenskultur für Geflüchtete in Europa. Das Mitgestalten an der städtischen Umgebung - in diesem Fall, das Wiederherstellen und das Umgestalten von leerstehenden Gebäuden in Zusammenarbeit mit Geflüchteten - ist ein unkonventionelles Vorgehen mit großem Potential. Begleitet von Untersuchungen und unterstützenden Maßnahmen bis hin zu politischen Entscheidungen dient dieses Projekt als Prototyp für ähnliche Bestrebungen.

[das projekt - eine kurze Beschreibung]
Geflüchtete kommen mit der Hoffnung nach nach einem besseren Leben nach Europa, aber die Art ihrer ersten Unterkünfte beschämt uns zunehmend. Wir, Europäer, können es besser machen.
Neuankommende müssen mitunter über einen sehr langen Zeitraum in überfüllten Sammelunterkünften auf ihren Aufenthaltsstatus warten. In dieser Wartezeit sind sie häufig zum "Nichtstun" gezwungen und fühlen sich dementsprechend nutzlos, depressiv und ausgeschlossen vom öffentlichen Raum der Stadt, trotz eines sehr hohen Leerstands im Ruhrgebiet, welcher stattdessen für andere Zwecke genutzt werden könnte.
Ein transnationales Team hat in enger Zusammenarbeit ein langfristiges Unterbringungssystem für Geflüchtete entwickelt, welches die Neuankommenden im Ruhrgebiet bei der Findung ihrer gesellschaftlichen Position und Stärkung ihres Selbstwertgefühls durch die Gestaltung und Renovierung leerstehender Räumlichkeiten unterstützen soll.
Das Projekt ist in drei Phasen aufgeteilt. Als erstes wollen wir eine Untersuchung über weitere, erfolgreiche Beispiele in Europa durchführen, die wir anschließend in Form eines Kompendium veröffentlichen.
Ein ausgewähltes leerstehendes Objekt im Ruhrgebiet wird mithilfe von Geflüchteten umgestaltet und aufgewertet.
Damit soll ein neues Beispiel von guter Praxis auf einer EU-weiten Konferenz präsentiert werden. Wir streben an, dass 5 Vertreter der Stadtverwaltung dieses Modell verabschieden.

[das Projekt]
Wie können Geflüchtete ihren Alltag und ihre Situation im öffentlichen Raum im Ruhrgebiet verbessern? Das Projekt wirft die Fragen nach der aktuellen Situation, sowie der Zukunft, der in Deutschland Neuangekommenden  auf und vergleicht es mit guten Praktiken aus anderen europäischen Ballungsgebieten.

Die wirtschaftliche und politische Situation in Europa startete die große Welle der Flüchtlingen. Sie werden auch desöfteren als zweitrangige BürgerInnen mit kleinen oder keinem Einfluss auf öffentliche Strategien oder räumlicher Umgebung gesehen.

Was wir machen wollen - Die Identifizierung von Möglichkeiten der intensiveren Einbeziehung von Geflüchteten in die Gesellschaft. - Die aktive Umgestaltung eines leerstehenden oder ungenutzten Raumes in Zusammenarbeit mit Geflüchteten im Ruhrgebiet, wobei das Pilotprojekt in Oberhausen stattfinden wird. -  Die Identifizierung guter Praxisbeispiele, wenn es um Strategien der Integration von Geflüchteten geht. - Das Erstellen einer Dokumentation und andere Plattformen zu nutzen, um diese neue Form eines kollektiven und kollaborativen Projekts zu verbreiten.

We are very happy to share the news that we’re now part of the network and get funded by the Advocate Europe idea challenge with our project!

What is Advocate Europe?

Advocate Europe is an annual idea challenge for innovative European initiatives and projects by MitOst in cooperation with Liquid Democracy, funded by Stiftung Mercator. Advocate Europe is open to civil society actors who seek financing and support to realise sustainable ideas from fields such as civic education, arts and culture or social innovation. By mentoring and funding non-profit project ideas with up to €50,000 each, Advocate Europe aims to foster transformative activities throughout European civil society.

Both the public and an expert jury selected the winners. Out of 575 submitted proposals from 39 countries, the expert jury has chosen ten winning projects which use innovative means to foster cohesion and connection in Europe. The community determined the winner of the Community Award: The project Localization of the best European MOOCs for Ukrainians by the Ukrainian NGO Prometheus, which receives €5,000 towards its implementation.

[the jury] "Refugees for Co-creative Cities responds to the need for a new ‘culture of welcome’ for refugees in Europe through an exciting mixture of local intervention and cross-European exchange. Co-creating the urban environment - in this case, restoring and reshaping abandoned buildings alongside refugees - is an unconventional approach with great potential. Accompanied by research and fostering links to political decision making, the project serves as a prototype for similar endeavors."

[the project - short description] Refugees for Co-Creative Cities

Refugees come to Europe with hope for better life, but we feel ashamed by the way they are hosted now. We, Europeans, can do it better.

Refugees have to wait for a legal status in remote mass accommodation centres, making them feel useless, depressed and disconnected from the public space while there is a lot of empty property in Ruhr area, which can be used.

A transnational team “Refugees for Co-creative Cities” is developing a long-term refugee accommodation system to help refugees in Ruhr area find their position in the public sphere and self-worth with physical renovation of empty buildings.

The project has three steps. First we will make a research of best practice in Europe on refugee accommodation and integration, publishing it in a compendium.

A chosen empty property in Ruhr will be upgraded with the help of refugees.

A new example of good practice will be presented on an EU-wide conference. We aim that 5 municipalities will adopt the model.

[the project] Refugees for Co-Creative Cities

How can refugees improve their daily lives and public space in Ruhr region in Germany? The project raises the questions on the current situation and the future of life of refugees in the Ruhr Area and compares it with best-practice models from other European urban agglomerations.





The economic and political situation in Europe and abroad started a wave of refugees. - They are too often deemed as second rate citizens with little or no impact on public policy or physical environment. WHAT WILL WE DO - Identify the opportunities of the greater inclusion of refugees in the society. - Physically upgrade an empty or underused space together with refugees in the Ruhr Area, with a pilot project in Oberhausen. - Identify the good practices of refugee integration policies - A documentation and various platforms to promote this new type of collective and collaborative practice projects WHO BENEFITS - Refugees and other vulnerable groups of citizens in the region of Ruhr, because they will co-create their “welcoming” space as a part of a general public space. - The region of Ruhr and partners in the project. - Other bottom-up activists from different countries, sharing the same interest in collective practice. DURATION: September 2015 - November 2016

What is the story behind?

Europe-wide the municipalities are increasingly not able to properly receive the incoming families and individuals seeking for help. The municipalities allocate the refugees out of sight in provisory collective accommodation in sports halls and barracks etc. instead of proactively seeking for solutions that provides a more respectful, meaningful interaction and emphatic care. OUR BIG DREAM is to match vulnerable groups with abundant vacant buildings to transcend the division between the ‘full’ citizens and the newcomers. THE MOTIVATION TO ACT comes from the current wave of refugees from Syria and elsewhere. OUR TARGET GROUP are vulnerable groups of citizens: refugees, homeless and similar.

Motivation

WE AIM TO: - Involve the refugees in the revitalisation of empty spaces in Oberhausen by incorporating the European-wide good practices. - Establish the network of various professionals and organisations dealing with refugees and public space - make a database of refugee integration examples from all over Europe. CHANGES WILL BE: - the catalogue with refugee initiatives will be made and will be ready to use - The model of collaboration with refugees will be tested on a concrete project in Oberhausen. WHAT BENEFICIARIES will tell: - Refugees will appreciate the possibility to be a part of a society, decision-making and improving the physical environment. - NGOs will get further ideas and examples on how to include refugees into concrete projects in cities.

How do we want to get there?

2nd half 2015 - Establish an informal network - A transnational group of urbanists, architects, artists and activists makes a list of refugee engagement examples in EU, focusing on the Ruhr area. - Creation of an online database of such examples. 1st half 2016 - 2 workshop visits within the network. - Organising a congress “New Ideas for old buildings” in Oberhausen under the title “Refugees for co-creative cities”. It is a part of EU Programme “Europe for Citizens”. 7 medium sized EU towns from the Baltic to the Balkans are facing the economic and social decline and are motivated to find efficient and democratic solutions for revitalisation. 2nd half 2016 - Implementation of the pilot project in Oberhausen and matching activities in other cities of Ruhr.

European level?

The MAIN VALUE - Refugees contribute to a more inclusive public space and better integration in a society on the long run. - It may function as gateway to the job market, as the welcoming communities get to know the skills that the refugees have. - This is a general and highly transferrable Europe-wide topic THE MAIN DIFFERENCE of the project - It enhances the co-creation as well as fosters partnership. - While many projects deal with public space (asking: “to whom belongs the city,”) we want to actively involve the refugees IDEA TRANSFER - Areas with abundant vacant buildings (like the Ruhr Region) have a potential for creative interventions that unite social aims with physical space improvements - It can be used in other countries (Italy, Spain, Greece etc.) and sectors (homeless).

Project PARTNERS:

Kitev - lab for extraordinary spatial measures (Oberhausen, Germany; since 2006) as a lead partner. Agnieszka Wnuczak (architect, artist), Christoph Stark (architect, artist) - Aalto University, Department of Real Estate, Planning and Geoinformatics (Helsinki, Finland) - Kaisa Schmidt-Thome (urban geographer) - Institute for Spatial Policies (Ljubljana, Slovenia; since 2006) - Marko Peterlin (bottom-up urbanist, NGO worker) and Urban Jeriha (architect, experience with youth work) All of them already have an established cooperation with one another through Bending Urbanism network. We will invite also other organisations as joint partners, such as Le Nuvole (Napoli, Italy) and Expeditio (Kotor, Montenegro) and local activists from the „NetzwerkX“ (Ruhr Area, Germany)

These icons link to social bookmarking sites where readers can share and discover new web pages.