Europa zu Besuch im Unterhaus

Am vergangenen Freitag hatten wir einen wunderbaren Abend im Unterhaus! Es trafen sich 15 Menschen, die sich zum ersten Mal kennenlernten, um gemeinsam die großen Fragen Europas zu klären. Was ist Europa für dich? Fühlst du dich als Europäer? Wie groß ist dein Solidaritätsgedanke? Diese und ähnliche Fragen forderten zur Auseinandersetzung auf...mit der eigenen Anschauung, den Verbündetetn und Andersdenkenden in der Runde. So werden in einem spielerischen Rahmen die ganz großen Themen beleuchtet, Allianzen geschaffen, verworfen und wieder zusammengeführt. Ein wirklich spannendes Konzept, welches sich die Köpfe von Rimini Protokoll da mit der Produktion #HausbesuchEuropa ausgedacht haben. Uns ist es ein riesiges Vergnügen als GastgeberIn dabei zu sein!

Freitag war nur der erste Streich und der zweite folgt....am 14. Dezember im Turm. Wir sind schon voller Vorfreude...

Weitere Termine und Karten unter: www.ringlokschuppen.de

Last Friday we spent a marvellous evening in the Unterhaus! There have met 15 people who have never seen each other before to handle the big questions of Europe. What means Europe to you? Do you feel as european? And how big is your willingness for solidarity? These and many other questions challenged everyone to prove own opinions, of the confederates and dissidents. So it happens that all the big topics have been mentioned as part of the game and created alliances, quashed and reactivated them. A great concept developed by the heads of Rimini Protokoll called #HausbesuchEuropa. It was our great pleasure to be host of this amazing production!

Friday was just the beginning....to be continued on december the 14th in the Water tower. We can´t wait....



GR | Dienstag 21 November 2017 at 12:21 pm | | Theater, turmbLog |

Civil Society Exchange


In a time when the oppression on civil society and democratic institutions increases and authoritarian conducts influencing political leadership worldwide, new cross-border cooperations and friendships between actors and ‚city-makers’ becomes more significant and important.

The Civil Society Exchange has brought 17 CSOs from Europe and Turkey together, who were already in a partnership or established it during the 5-day kickoff meeting in Istanbul. In result, eight tandems from different fields worked together and inspired each other. The range was broad, so there were CSOs from the field of ecology & environment, cultural heritage, local democracy & participation, art & architecture (that’s us!), refugee aid, humanitarian affairs, youth and family support. And yet, it was interesting to see how many common fields of challenges are being faced: whether fundraising, working in networks and keeping them alive, or working with volunteers. There were a lot of common topics despite different goals and countries.

The exchange program is organised by the Association MitOst (Germany) and by Istanbul Bilgi University (Turkey), with the financial support of the Mercator Foundation (Germany). The participating CSOs of this pilot exchange are from Czech Republic, France, Georgia, Germany, Greece, Poland and each collaborates with a partner from Turkey. The final event is planned for February 2018 in Berlin.



Herkes İçin Mimarlık (Architecture for All) and kitev has met for the first time in analogue life, although they were in touch before.
In both work co-creation in architecture is a crucial principle, when developing local projects, targeting urban change.
During the six-month exchange the partners, together with a 3rd organisation Netzwerk ImMigra from Germany, will visit each other and work together on their models in order to increase the diversity and openness in their organisational structures. The organisations agreed to strengthen the capacity building models of the partners by providing mobility and a space for mutual learning.
During the five days the program was filled with diverse activities and coachings, focusing the exchange of best practices among all participants and the partnership building and planning of the future activities of those CSOs who are going to work closely together within the next year.



Adalet! Justice!
During the stay in Istanbul, also something else and really remarkable happened, which was not on the agenda of the program. The „big march for justice“ of the leader of the biggest opposition party (C.H.P) has arrived in the city and a few of the participants joined in. During the rally of Kemal Kilicdaroglu from Ankara to Istanbul (425km!),  thousands of people have entered the march. At its final point in Istanbul, there was a huge demonstration. You could feel the tension in the air, but also hope. Lots of people called this a historic moment, when the peaceful protesters reminded the government, at the moment ruling by decree and intimidation, about the social contract: the citizens are willing to submit to the authority of the state in exchange for the protection of civil rights. Instead, in the last year since the coups d’etat, the Turkish democracy has shifted in another direction.



further links:

Herkes İçin Mimarlık
Netzwerk ImMigra
Civil Society Exchange

AW | Samstag 15 Juli 2017 at 2:35 pm | | turmbLog |

Doppelt NICE!



Doppelt nice: Unsere beiden Projekte, das Oberhaus und die Refugees' Kitchen sind nominiert für den internationalen NICE-Award 2017, der jährlich von ecce ausgeschrieben wird. Der diesjährige NICE-Award steht unter dem Thema "inklusive Welt".
Die finale Entscheidung wird im September fallen.

English:
Our both projects,  Oberhaus and Refugees' Kitchen are on the shortlist for the NICE award 2017!

The award aims to promote innovations from the cultural and creative sectors, especially those that spill over into the wider economy and society. The theme of this year is "Creating an Inclusive World – A Call for Transformative Innovations"

AW | Donnerstag 06 Juli 2017 at 8:50 pm | | turmbLog |

Civil Society Exchange EU – Turkey


Erst kürzlich wurde Oberhausen in einem ansehnlichen Artikel, erschienen bei Citiscope, als Startrampe für soziale Innovationen und eine urbane «bottom-up»  Erneuerung charakterisiert. Es ist schön zu sehen, dass unser gemeinschaftlicher Einsatz, in einer Stadt, der es wirtschaftlich besser gehen könnte, als eine Art «Ausbruch neuer Experimente» verstanden wird. Damit wird das Beispiel am Ort Oberhausen offenbar zu einem, von dem man lernen kann. Allerdings bleibt noch immer sehr viel zu tun und die Luft nach oben lädt zum Träumen ein. Der gegenseitige Austausch in den einzelnen Gemeinschaften muss fortgeführt werden, um von den individuellen  Erfolgen sowie Herausforderungen zu lernen.

Als nächstes wollen wir von der Türkei lernen, im Speziellen von unseren Kollegen*innen in Istanbul. Wir werden die Reise mit einer großer Neugier, aber auch bescheidenen Haltung antreten. Denn es wird sicherlich eine Herausforderung sein, in nur relativ kurzer Zeit ein Gespür für diese Metropole zu bekommen. Dennoch hoffen wir, wenigstens in ein paar Mikrokosmen der Stadt einzutauchen und ein Verständnis für dessen Dynamik zu bekommen. Dieser Austausch wird durch das Programm Civil Society Exchange möglich gemacht, welches sich um die Entstehung von Partnerschaften zwischen Türkei und Europa bemüht. Ziel dieser Partnerschaften ist es, die Tragfähigkeit von erstellten Modellen der einzelnen Partner zu stärken und dadurch den Raum für ein gegenseitiges «von-einander-Lernen» zu schaffen. In einer Dauer von 6 Monaten werden sich die Partner im Rahmen des Austauschprogramms gegenseitig besuchen, um fortwährend gemeinsam an ihren Aktivitäten zu arbeiten.

Wenn die Bereiche der Politik schon versagen, gilt es umso mehr den Glauben in die Zivilgesellschaft aufrecht zu erhalten. Regelmäßig gelangen die Nachrichten über die türkische Regierung zu uns. Darüber, wie sie ihre Macht demonstriert, indem sie unschuldige Personen hinter Gittern bringt und Demonstrationen im Land mit aller Gewalt unterbindet. Unter diesen sehr schwierigen Bedingungen überhaupt operativ tätig zu sein und auch zu bleiben, verdient bereits im Vorfeld den höchsten Respekt an die türkischen Kollegen*innen. Unser Partner und Gastgeber in Istanbul ist Herkes Icin Mimarlik (Architecture For All). Die, in 2011 gegründete gemeinnützige Organisation entwickelt architektonische Lösungen für soziale Probleme und fördert mitzuwirkende Design Prozesse. Wie geht die Organisation mit den aktuellen politischen und sozialen Herausforderungen um? Wie nutzen sie die Stärken eines Netzwerks? Woher nehmen sie ihre Energien? Wir sind sehr gespannt auf diesen Austausch!

Zu oft nehmen wir in Deutschland eine freie und funktionierende Zivilgesellschaft für selbstverständlich. Auch wir können nur hoffen, dass es so bleibt, aber was sich momentan in Oberhausen abspielt, bereitet uns große Sorgen. Plötzlich liegen Angst und Hoffnungslosigkeit in der Luft. Einige unserer Team-Mitglieder der Refugees´ Kitchen werden in naher Zukunft ihren Bescheid vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge über ihr Asyl-Verfahren bekommen. Wie wird es sein, wenn der Bescheid negativ ausfällt und alle Versuche dagegen zu klagen zwecklos bleiben? Was wird das mit uns machen, plötzlich Zeuge zu werden, wenn Mitglieder unserer Gemeinschaft abgeschoben werden? Diese asylsuchenden Mitglieder haben hier bereits Wurzeln geschlagen und wertvolle Arbeit in partizipativen Prozessen geleistet. Es wäre ein unvorstellbarer Verlust, wenn uns einer unserer Freunde verlassen müsste. Ganz abgesehen davon, welche katastrophalen Konsequenzen die Abschiebung für die betroffene Person selbst hätte.

Wir bleiben hoffnungsvoll, für Istanbul und Oberhausen.

Oberhausen has recently been characterised as a launchpad for social innovation and bottom-up urban regeneration. It is great to hear that our collaborative effort seems to be ”fueling a burst of experimentation” Citiscope, in a town that is not doing well economically. It seems that Oberhausen has become a place to learn from. However, there is still so much to improve and to get done! We have to continue exchange of ideas between communities and to learn from each others’ success and hardship.

Our next teacher will be in Turkey and especially with our collegues in Istanbul. We are going there with a curious but humble attitude. It will be challenging to get a first grasp of the metropolis over a prolonged weekend, but we hope to get to understand at least some microcosm within the city. This trip is made possible through Civil Society Exchange that fosters partnerships between Turkey and Europe. The partnerships aim to strengthen the capacity building models of the of partners by providing mobility and a space for mutual learning. During the six-month exchange period the partners shall visit each other and work on their model together.

The more the realm of politics sucks, the more important it is to keep up the faith in the civil society. We get to read regularly about the Turkish government putting innocent people behind bars and banning demonstrations. Considering this constant hardship in the operating environment of our exchange partners, we are raising our hats high for them already in advance. Our partner and host in Istanbul, Herkes Icin Mimarlik (Architecture For All), offers architecture solutions to social problems and promotes participatory design processes. How does this independent non-profit cope with the current political and societal challenges; how do they use the power of networks; where does their energy come from? We are really looking forward to the exchange!

In Germany it is easy to take a free and functioning civil society for granted. We truly hope that we could continue to do so, but what is now happening in Oberhausen raises our concern. There is anxiety and hopelessness in the air. Some of our long-time team members are about to receive the asylum decisions from the German migration authorities. What if the decisions are negative and filing in complaints won’t help? What if we have to witness deportations of our community members? These asylum seekers have already grown roots here and done valuable work; it would be an unbelievable loss if our friends had to leave. Not to mention how catastrophic consequences the deportations would have for the persons themselves.

However, we remain hopeful, both for Istanbul and Oberhausen.

GR | Dienstag 04 Juli 2017 at 6:54 pm | | turmbLog |

Bottom-Up Mentalität in Oberhausen

Simone D´Antonio, war zu Gast bei uns in Oberhausen. Simone schreibt als freier Journalist für Citiscope, il Manifesto, Wired u.a. zu Themen der Nachhaltigkeit und Urbanität. Außerdem arbeitet er für die Cittalia Foundation, einer Stiftung des nationalen Verbandes italienischer Städte und Kommunen. Cittalia unterstützt Städte und Gemeinden in Italien bei der Bewältigung der Herausforderungen einer sich wandelnden Gesellschaft und hilft bei der Entwicklung von effektiven Aktionsplänen um Planung, Verwaltung und lokale Politik zu verbessern.

Seinen Blick auf die Stadt, seine Bewohner*innen und das Hochhaus.....nachzulesen in diesem wunderschönen Artikel, erschienen bei Citiscope. Ein Klick auf das Foto und los geht´s:



Simone D´Antonio, was our guest here in Oberhausen. As a journalist he's writing for Citiscope, il Manifesto, Wired and others. His tiopics are innovation, sustainability and urban issues. Besides this he's working for Cittalia Foundation, a branch of ANCI (National association of Italian cities and municipalities) dedicated to research and study activities on issues of major interest for Italian Municipalities.
The mission of Cittalia is to support Italian cities and Municipalities in facing the challenges of a changing society, so that they can develop effective public policies and improve their capacity to plan, manage and assess their actions.
Simone's view upon the city, its citizens and the high-rise....to read further in this great article, published by Citiscope. You are one click away on the picture:

GR | Montag 03 Juli 2017 at 6:35 pm | | turmbLog |

Design Research in Oberhausen

"I came to Oberhausen basically guided by my curiosity and the possibility to get to know two projects for my research, both coordinated by Kitev. My itinerary: I was going to watch the projection of an Italian movie in Das Oberhaus with different members of the community, as well as taking a look at the work of Refugees’ Kitchen that was offering delicious food to all the people who wanted to come. I was supposed to leave the same day after the event, but I stayed.".....

Warum sich Marcela Ceballos aus Kolumbien und aktuell Masterstudentin in Dessau, entschieden hat, doch länger in Oberhausen zu bleiben, könnt ihr in ihrem persönlichen Bericht auf dem Oberhaus-Blog lesen:

GR | Mittwoch 31 Mai 2017 at 6:57 pm | | turmbLog |

Manege frei im Oberhaus

Flyer Circo Togni

Flyer von felixpeter.us

Knapp eine Woche ist es nun her, da tummelte sich filmbegeistertes Publikum in der Friedrich-Karl-Straße. Denn Kitev und das Büro für Interkultur der Stadt Oberhausen luden vergangenen Dienstag ins Oberhaus, wo sich der Leerstand im Erdgeschoss diesmal in einen kleinen Kinosaal verwandelte. Anlass war die Vorführung des italienischen Films «Circo Togni».

Ein wunderschöner Film, der Privataufnahmen der Zirkusfamilie Togni aus den 40ern bis 70er Jahren zeigt und dabei live atmosphärisch von einem Trio mit E-Gitarre, Djoze-Kniegeige, Klarinette und Saxophon vertont wird. Entdeckt und Restauriert wurde das Fimmaterial im Archivio Nazionale del Film di Famiglia in Bologna. Der Stummfilm zeigt Szenen aus dem Leben einer Zirkusfamilie, die mit ihrer Handvoll Elefanten es Hannibal gleicht tat und somit bewies, dass die Alpen doch mit den großen Dickhäutern zu überqueren sind. Das Publikum konnte anschließend ihre Fragen persönlich an den Archivleiter und den Restaurator stellen, die sich die Reise nach Oberhausen nicht entgehen ließen.

Mit ihnen waren es viele Oberhausener*innen, sowie zahlreiche internationale Gäste, die einen wunderschönen Abend erlebten, welcher neben Hören und Sehen, auch das Schmecken und Bestaunen nicht unbeachtet ließ. Das Team der Refugees´ Kitchen stellte ein arabisch/italienisches Anti-Pasti-Buffet zusammen, ein Jongleur wirbelte währenddessen seine Kegel in den Oberhausener Abendhimmel und bei immer noch sommerlich warmen Temperaturen mundete auch jedem der italienische Landwein ganz vorzüglich.

So bunt, international und tolerant ein Zirkus ist, verbreitete sich dieses Lebensgefühl auch unter den Gästen an diesem Abend. Wir danken Geremia Carrara, dem Musiker Alessandro Palmitessa und Interkultur Ruhr, sowie dem Büro für Interkultur für diese großartige Veranstaltung.....und wir lassen jederzeit wieder die Leinwand für euch runter!


the whole rigmarole

It is just a week ago that film-interested folks were gathering in the Friedrich-Karl Street. Because kitev and the office for interculture of the city of Oberhausen invited last tuesday to the Oberhaus where its abandoned ground floor turned into a small cinema. An italian film named «Circo Togni» was shown.

A beautiful film which shows private footage of the Italian circus family Togni starting in the 40s until the late 70s, supported by atmospheric sounds from a trio playing the electric guitar, Djoze-Kneevioline, clarinet and saxophone. Discovered and restored was the footage by the Archivio Nazionale del Film di Famiglia in Bologna. It shows the daily life of a family dedicated to the circus. And they made an expedition with their elephants, to prove that Hannibal was able to cross the Alps. Every question by the audience could be asked directly afterwards to the head of the archive and the conservator themselves who didn´t hesitate to make the trip to Oberhausen.

Many citizens of Oberhausen and several international guests thought so too and didn´t miss the chance to enjoy a wonderful evening which has reached all senses. The team of the refugees´ kitchen created a tasty arabic/italian Anti-Pasti-Buffet, a juggler was spinning bowling pins in the evening skyline of Oberhausen and the warm summerbreeze let everyone celebrate their glass of italian redwine.

As colourful, international and tolerant as a circus is, so was spreading this art of living among the guests on this evening. We have to say thank you to Geremia Carrara, the musician Alessandro Palmitessa, Interkultur Ruhr and the office for interculture in Oberhausen...... and be sure that we will always offer you a screen in Oberhausen!

 



GR | Montag 22 Mai 2017 at 6:59 pm | | turmbLog |

Auf die gute Nachbarschaft

Die Refugees´ Kitchen war in Eisenheim!

hier geht es zum Inhalt...

GR | Montag 22 Mai 2017 at 5:55 pm | | turmbLog |

Konferenz ‚Global Turkey in Europe‘ am 8.Mai 2017 und wir fahren nach Berlin

Es kam so: Eines Tages erreichte uns eine Einladung zur Konferenz „Global Turkey in Europe“ in Berlin. Der Untertitel der Konferenz lautete „Integration syrischer Geflüchteter in Deutschland und der Türkei – Herausforderungen und Perspektiven“ Wir waren also eingeladen von unseren Erfahrungen aus den Projekten zu berichten und in die Diskussion einzubringen. Auf einer Konferenz von Theoretiker_innen und Wissenschaftler_innen waren wir also diejenigen mit ganz praktischer „Felderfahrung“. Da wir außerdem zu dritt waren und einer von uns mit syrischem Migrationsvordergrund, konnten wir den Schnitt der anwesenden Syrer_innen um ⅓ anheben.

Es ging los mit einem „Ausflug“: Besucht wurde eine Sammelnotunterkunft im mittlerweile fast stillgelegten ICC (International Congress Center), einem futuristischem Bau der 70er Jahre. Laut einem Spiegelartikel vom 6. Mai dieses Jahres wohnen in ganz Deutschland nach wie vor 15.000 geflüchtete Menschen in Sammelunterkünften, davon 13.400 allein in Berlin und von diesen wiederum 600 im ICC, das seit zwei Jahren im Betrieb ist – ein baldiges Ende ist noch nicht in Sicht. Zur Erinnerung: Das Thema der Konferenz lautete „Integration“ und obwohl die sympathische Leiterin der Unterkunft vieles probiert (Sprachkurse, Vermittlung von Praktika, etc…) steht sie damit auf verlorenem Posten und die Bewohner im Abseits.

Man könnte meinen Sammelunterkunft + Integration = Thema verfehlt. Stimmt auch, obgleich sich die Runde trefflich entlang dieses Beispiels in das Wesentliche hinein diskutieren konnte.

Die Teilnehmer_innen waren gut gemischt: Italien, Griechenland, Tschechien, Deutschland, Polen, Syrien, Libanon, Niederlande, Groß Britannien und natürlich viele aus der Türkei.

Immer wieder ging es um die zwei grundverschiedenen Ansätze mit denen die beiden Länder Deutschland und Türkei operieren: halbwegs gut geregelte Zugänge zu Bildung, Gesundheitsversorgung und Arbeitsmarkt auf der einen Seite und informelle Strukturen, wenig staatliche Organisation und hauptsächlich ehrenamtliche, private, nachbarschaftliche Flüchtlingshilfe auf der anderen Seite. Erst spät reifte wohl in der Türkei die Einsicht, dass der Krieg in Syrien nicht schnell vorüber gehen würde und erst spät gab es Gesetzesänderungen, die den Geflüchteten Zugang zum Arbeitsmarkt ein bisschen erleichterten.

Und auch an Deutschland gab es fundamentale (und erheiternde) Kritik, so sagte Ahmad Abbas, einer unserer engagiertesten Köche aus der Refugees' Kitchen, in die große Runde: "Zu uns [Syrern] sagen immer alle, wir sollen uns integrieren, aber wenn man sich Deutschland so anschaut - die Deutschen selbst sind nicht besonders gut untereinander integriert: Sie sitzen jeweils alleine auf ihren Sofas vor dem Fernseher oder in ihren großen Autos und sprechen nicht miteinander..."  

Interessant war der Tag und es zeigte sich wie wichtig ein bilateraler Austausch ist, aber: Reden allein reicht nicht. Und trotzdem stärkt es zivilgesellschaftliche Akteure und lässt ein Verständnis für die jeweilige Situation der Anderen wachsen, in einer Zeit, wo der gemeinsame (politische) Nenner immer kleiner zu werden scheint.

The conference "Global Turkey in Europe" and we are going to Berlin.

One day we received an invitation to the conference "Global Turkey in Europe" in Berlin. The subtitle of the conference was "Integration of Syrian refugees in Germany and Turkey - Challenges and Perspectives". We were invited to report on our experiences from the projects (like our Refugees' Kitchen) and to contribute to the discussion. At a conference of theorists and scientists, we were the ones with a very practical "field experience". Since we were also a threesome, and one of us with a Syrian migration foreground, we were able to increase the average of Syrians up to 33%.

It started with an "excursion" to an emergency refugee shelter in the almost inactive ICC (International Congress Center), a futuristic building from the 70s. According to an article in Der Spiegel from 6th May this year, 15,000 refugees still live in collective accommodation, of which 13,400 are living in Berlin and 600 of them in the ICC, which has been now in operation for two years - an imminent end is not yet in sight. As a reminder, the theme of the conference was "Integration", and although the sympathetic leader of the accommodation is trying a lot (language courses, placement of internships, etc ...), she is in a lost position and the inhabitants are on the sidelines. If you think, collective refugee shelter + integration = missing the point you're right. Although on behalf of this example the round could discuss into the essentials of integration.

The participants were well mixed: Italy, Greece, the Czech Republic, Germany, Poland, Syria, Lebanon, Netherlands, Great Britain and of course many from Turkey. And we were discussing the two entirely different approaches of Germany and Turkey: reasonably well-regulated access to education, health care and the labour market on the one hand, and informal structures, little state organisation and mainly voluntary, private, neighbourly refugee aid on the other hand. It was lately that Turkey gradually realised, that the war in Syria would not pass quickly and that changes in the law are necessary to make it easier for the refugees to gain access to the labour market.

But Germany too was exposed to fierce (and amusing) criticism. Ahmad Abbas, our very engaged cook in the Refugees’ Kitchen was saying: „To us [Syrians] everyone says, you have to integrate yourself into the society, but, honestly, when we look on the Germans, they themselves are poorly integrated: Sitting ALONE in big cars or on sofas watching TV, without going out and talking to each other…“

Interesting was the day and it showed the importance of a bilateral exchange, but: Talking is not enough. And yet, it strengthens civil society actors and enables the growth of understanding for the situation of others, at a time when the common (political) denominator seems to be getting smaller and smaller.

AW | Sonntag 14 Mai 2017 at 8:01 pm | | turmbLog |

Großes Netzwerk-Treffen in Oberhausen

Die Zukunft kann kommen!!!
In den vergangenen Tagen hat sich eine große Gruppe Projektkoordinatoren*innen bei kitev in Oberhausen zu einem internationalen Netzwerk-Treffen getroffen, um gemeinsam die Zukunft des Theodor-Heuss-Kollegs zu diskutieren.
Das Theodor-Heuss-Kolleg ist ein Programm der Robert Bosch Stiftung und des MitOst e.V. Beide Organisationen unterstützen junge Menschen aus ganz Europa, die ihre Gesellschaft als aktive und eigenverantwortliche Bürger mitgestalten wollen. Sie organisieren Seminare und Fortbildungen, fördern Projekte, begleiten und vernetzen.

Die Welt scheint momentan ein komplizierter Ort zu sein - aber diese Gruppe von klugen, engagierten, kreativen und darüberhinaus sehr humorvollen Köpfen macht Hoffnung, dass eine Veränderung sehr wohl möglich ist. Mehr als 70 Koordinatoren aus 25 internationalen Partnerprogrammen kamen nach Oberhausen, um dort für 6 spannende Tage über mögliche Strategien für die Zukunft zu diskutieren. Die Tage waren lang und intensiv. Für die nötigen Energiereserven sorgte das reichhaltige Essen der Refugees´ Kitchen.
Mit viel Elan brachten sich alle in die zahlreichen Workshops ein, welche von gemeinsamen Lernen, Teilen und Hinterfragen geprägt waren und in einem dementsprechend inspirierendem Ambiente stattfanden. Ein großer Saal, die alte «Elektrozentrale» im Rheinischen Industriemuseum, bot den Raum zum gemeinsamen Essen und Arbeiten. Wie schon zu alten Zeiten diente dieses Gebäude auch diesmal als Teil einer Schmiede…als «Ideenschmiede»!

Auch die Zeitung war vor Ort:


Wir sind viele!!!! Und das ist auch gut so!


The future can come!!!
In the past days a great international group of change makers and project-coordinators met at kitev in Oberhausen to discuss the future of Theodor-Heuss-Kolleg. Theodor-Heuss-Kolleg is a common program of the Robert Bosch foundation and the association MitOst e.V.. Both organisations support young people from all over europe who take actively part in the creation of their society as responsible citizens. They organize tutorials and advanced trainings, support projects, guide and connect.

The world may be a complicated place right now - but this group of smart, active, creative and very funny people showed that change is indeed possible. Over 70 coordinators from international THK partner programs came for 6 days to Oberhausen to discuss future strategies. The days were long and intense. The refugees´ kitchen helped in the meantime to recharge the energies with its rich food. Everyone engaged themselves with much passion within one of the various workshops which were shaped by learning, sharing and questioning and took place in a correspondingly ambience. A huge old industrial hall, the so called "Elektrozentrale" of the Rheinische Industriemuseum was the spot where common dining and working took place. How metaphorical - since we manufactured so many new ideas already!

We are many!!!!! And this is how it should be!

GR | Dienstag 25 April 2017 at 12:34 pm | | turmbLog |

Es ist noch Suppe da...

Um hin und wieder der Oberhausener «Käseglocke» zu entfliehen, bietet ein kleiner Ausflug immer die beste Möglichkeit den Blick von Außen zu schärfen und neue Eindrücke zu gewinnen. So nahmen wir die Einladung des Westfälischen Kunstvereins gerne an und machten uns vergangene Woche mit einem Teil des Refugees´ Kitchen Teams auf den Weg nach dem schönen Münster. Dort versammelten sich an diesem Abend zahlreiche Interessierte in lockerer Atmosphäre bei Suppe und Getränken, um sich gemeinsam einem vielschichtigen Thema zu widmen.

2017 erstrecken sich die Skulptur Projekte in den Sommermonaten über die gesamte Stadt Münster und eröffnen einen neuen Blick auf alltäglich gewordenes. Aus diesem Grund eröffnet die Westfälische Küche ihr Jahresprogramm mit dem Titel „Neu in der Stadt“. Die Wirkung, die eine Stadt, ein Stadtviertel oder aber ein spezifisches Gebäude auf uns ausüben kann, ist groß. Bei der Ankunft an einem fremden Ort sind wir von seinem Charakter und der Atmosphäre beeindruckt oder aber durch unterschiedliche Faktoren unberührt. Doch Orte sind nicht unveränderlich.

Über Erfahrungen und Eindrücke, die man an einem neuen Ort erlebt und welche Faktoren dabei eine wichtige Rolle spielen, sprachen neben uns noch zwei weitere Gäste: Georg Elben leitet das Skulpturenmuseum Glaskasten in Marl, einer Stadt, die aus einer stadtplanerischen Utopie der 1950er Jahre entstanden ist und der Vision Münsters diametral gegenübersteht. Isabel Finkenberger arbeitet als Architektin und Stadtplanerin in Köln, wo sie das Projekt „Die Stadt von der anderen Seite sehen“ in Kooperation mit dem Schauspielhaus realisiert.

Dabei bildeten unsere kurzen Präsentationen nur den Ausgangspunkt für weiterführende Gespräche, Austausch und Diskussionen gemeinsam mit den Gästen. Daraus entstand ein sehr schöner, lebendiger Abend, dessen Eindrücke wir mit Freude zurück nach Oberhausen nahmen.

English:
In order to stay curious and in contact with others it is always a good advice to leave your local zone for a short trip and sharpen your perspective from outside of the bubble.So it happened last week that we were happy to accept the invitation of the 
Westfälischen Kunstvereins (westphalian association of arts) and were soon with part of the team of refugees´ kitchen on the road towards beautiful Münster. There were gathering many interested people to spend a nice evening with soup and drinks in a relaxed atmosphere and to focus all together on one complex subject.

In this years summer are sculptur projects spread all over Münster and give the well-known view on the city a new shape. According to this event has the westphalian association of arts decided to name their this years program «New in town».
The impact from a city, a quarter or specific building that can be made upon us could be huge. We get either impressed by the character or atmosphere of a new place or we remain simply unaffected by different reasons. But places are never static.

We were invited to talk about our experiences and impressions from our work in Oberhausen and so shared two other very interesting guests their point of view:
Georg Elben is the head of museum of sculpture glaskasten in Marl, a city which is the result of an utopian conception of town planning  from the 1950s and therefore in diametrical contrast to Münster.
Isabel Finkenberger works as an architect and urban planner from Cologne who realized in cooperation with the theater the project «To watch the city from the other side».

All of us gave a brief input about each individual project which created a great foundation to discuss and exchange  further with the audience. That leaded into a very nice and lively evening that left a great mark on us which we took with us back to Oberhausen!

"Bevor ich nach Deutschland kam, dachte ich Deutschland funktioniert perfekt – wie eine schweizer Uhr. Dann kam ich ins...

Posted by Kit Kitev on Friday, April 7, 2017

GR | Montag 10 April 2017 at 1:52 pm | | turmbLog |

Das Gegenteil von Grau - die Filmpremiere

Der Film "Das Gegenteil von Grau" von Matthias Coers und Recht auf Stadt Ruhr hatte Premiere im Ladenlokal des Oberhaus. Unter Anwesenheit des Filmteams wurde im Anschluss diskutiert.

Im Schatten von Großprojekten gibt es sie also, die Gruppen, die hier im Ruhrgebiet praktische Utopien leben und neue Formen des Arbeitens und Lebens erproben. Auch wenn die Region in ihren Einzelteilen hier und da manchmal etwas provinziell erscheint, dann doch immer mit dem Versprechen, dass es hinter der nächsten Halde etwas Neues, Unbekanntes zu entdecken gibt. Anders, als in Metropolen wie München, Hamburg oder gar Berlin, bei denen jenseits der Innenstadt oft nur wenig zu finden ist, reiht sich hier Stadt an Stadt und die darin agierenden Aktuere selbst wissen oftmals nicht von einander.

In diese Lücke stößt der Film, er zeigt Aktivisten und GärtnerInnen, BesetzerInnen und Mieter, Graffittykünstlerinnen, Organisatoren, Köche und Künstlerinnen, die selbstorganisiert und gemeinschaftlich für ein schöneres und besseres Zusammen kämpfen.

Die weiteren Termine, sowie alle Infos, Pressematerial und Kontakte sind unter http://gegenteilgrau.de/ zu finden. Auch wer selber ein Screening organisieren will ist herzlich eingeladen sich an kontakt (at) gegenteilgrau.de zu melden

Bilder Matthias Coers

AW | Sonntag 26 März 2017 at 7:15 pm | | turmbLog |

Fit dank der Refugees´ Kitchen

Ein wirklich schöner Artikel in der Beilage "Metropole Ruhr" in der gestrigen Ausgabe der Zeit!
Und warum sich eure Gesundheit über jedes Gericht der Refugees´ Kitchen freut, erfahrt ihr hier:

GR | Freitag 03 März 2017 at 5:58 pm | | turmbLog |

Das E von Ob_rhausen

Lange, lange fehlte es - das E.
Nun ist es wieder da. Seht selbst.
WAZ vom 29.01.2016


Die WAZ bereichtet heute, hier zum nachlesen.

Neue co-creative Kollaborationen!

AW | Samstag 28 Januar 2017 at 3:13 pm | | turmbLog |

Frohes Neues!

Ein gutes & friedliches neues Jahr 2017 uns allen!
Happy New Year!
Peace 'n Cheers!

frohes Neues!

AW | Donnerstag 29 Dezember 2016 at 11:40 pm | | turmbLog |

Ein Forum Regionum für neue Ideen

Vom 9. bis 18. Dezember 2016 findet im Turm des Hbf und im Hochhaus in Oberhausen zum ersten Mal das Pilotprojekt Forum Regionum – ein Residenzprogramm für Künstler, Architekten, Stadtentwickler und Akteure der Zivillgesellschaft aus Russland und den Ländern der östlichen Partnerschaft - statt. 

Ziel des 9-tägigen Forums ist ein intensives Zusammenarbeiten und das Entwickeln von Pop-up-Formaten und Interventionen für verlassene oder nicht genutzte Gebäude und öffentliche Räume, die sich vom Oberhausener Kontext auf die Heimatregionen der Teilnehmenden übertragen lassen. Die Teilnehmer bekommen außerdem die Möglichkeit, lokale Initiativen und kulturelle Einrichtungen in Oberhausen und anderen Städten des Ruhrgebiets kennenzulernen, die erfolgreich nachhaltige Projekte für die Entwicklung urbaner Kunst und Kultur umsetzen. 
Teilnehmende am Forum Regionum sind Künstler, zivilgesellschaftliche Akteure, Kulturmanager, die in einer NGO oder öffentlichen Einrichtung aktiv sind, Angestellte kommunaler Verwaltungen, Architekten, Stadtplaner und -designer, die ihren Arbeits- und Lebensmittelpunkt in einem urbanen Raum jenseits der Hauptstädte in Armenien, Moldova, Russland, der Ukraine und Deutschland haben. Die Teilnehmenden sind zwischen 25 und 50 Jahre alt und kommen aus Sibirien, dem Ural, der Wes- und Zentralukraine, dem ländlichen Armenien, Chisinau sowie aus Berlin und Köln. 
Als Mentoren werden Matthias Einhoff – Gründer und künstlerischer Leiter des Zentrums für Kunst Urbanistik Berlin – und der Stadtplaner und Architekt Urban Jeriha aus Ljubljana das Forum begleiten. 


Die Abschlusspräsentation, -ausstellung und –party des Forums findet am Samstag, 17.12.2016, ab 18.00 Uhr im Hochhaus Oberhausen, Friedrich-Karl-Straße 4, 46045 Oberhausen, statt. Neben den Ergebnissen des Forums wird das audiovisuelle Festival Shiny Toys (Mülheim) mit der Installation „Explore sight and sound“ sowie visuals, DJs und Musik den Samstagabend im Hochhaus gestalten.

Forum Regionum wird von Agnieszka Wnuczak und Christoph Stark von kitev – Kultur im Turm e.V. (Oberhausen), den Alumni des Robert Bosch Kulturmanagerprogramms Barbara Anna Bernsmeier, Kathrin Oerters und Cornelia Reichel in Kooperation mit MitOst e.V. (Berlin) durchgeführt. Das Forum wird im Rahmen des Programms „Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland” vom Auswärtigen Amt gefördert.  


                                 


GR | Mittwoch 14 Dezember 2016 at 4:03 pm | | turmbLog |

Voneinander lernen, MITeinander verändern!

Bereits der erste Tag unseres Forums "MIT!" hatte es in sich! Die erste Podiumsdiskussion am vergangenen Mittwoch brachte Themen zur Sprache, welche den Turnus der gesamten Veranstaltung erahnen ließen.

Auf unseren Kontext bezogen - die zwei EU Projekte die sich gerade bei Kitev treffen- wurde zu Recht die Frage an die Verantwortlichen von städtischer Seite gestellt, wieso Oberhausen die Europäische Finanzierungen nicht aktiv zu suchen scheint. Wieso schafft es diese Stadt nicht die Möglichkeiten so wahrzunehmen wie kleinere, europäische Städte, zum Beispiel die slowenische Stadt Ajdovscina, die sehr gut von den EU Projekten profitieren konnte? Dank diesen neuen Finanzierungen konnten sie junge, qualifizierte Leute beschäftigen um somit eine Kultur schaffen, die viel von anderen Städten lernt, wie Ana Furlan von der Stadtverwaltung Ajdovscina erklärte. Infolgedessen ist dort eine sehr gut organisierte Struktur entstanden, die Leerstände verwaltet und somit für die temporäre Zwischennutzung einfacher zugänglich macht.

Über diesen Tag ist ein sehr schöner Artikel in der WAZ vom 09. September erschienen:

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GR | Mittwoch 14 September 2016 at 10:17 am | | turmbLog | Kein Kommentar

"Mit!"- Die WAZ kündigt das Forum an.

Letzten Freitag hatten wir ein Interview mit Frau Gudrun Mattern, was dabei raus kam war am Samstag schon in der WAZ zu lesen: Ein schöner Bericht über unsere Pläne für den kommenden September! Von 7. bis 9. September blüht das Bahnhofsumfeld auf: Workshops im Turm, Podiumsdiskussionen im Oberhaus und kulinarische und musikalische Spezialitäten jeden Abend am Museumsbahnsteig!
Wo, was, wann genau geschieht ist hier nach zu lesen.

"With!"- what WAZ tells about the forum.
It´s easier to build something new, than to restructure something old, technically and socially!

Last Friday we had a funny interview with Gudrun Mattern; What turned out of it was written in the Saturday release of WAZ  -  An enthusiastic approach to our early September plans! From 7th to 9th September there will be many things blossoming in the main stations´surroundings: workshops at the tower, challenging discussions at the Oberhaus and culinary and musical delicacies at the museums´ platform!

To find out about where things are happening, check our program!

andrea | Montag 29 August 2016 at 11:30 am | | turmbLog | Kein Kommentar

Mit! 3 Tage Co-Creation in Oberhausen!



Mit! - dieser Titel ist in mehreren Köpfen zur gleichen Zeit entstanden. Von Helsinki bis Damaskus: wir wollen uns bewegen. Eine gemeinsame Kultur schaffen, die sich vom Prinzip des “für jemanden” zur Logik des “mit” entwickelt. Ein Miteinander, das aus Verschiedenen besteht.

Kitev in Kooperation mit Ipop, Demos Helsinki, Interkultur.Ruhr und dem Büro für Interkultur der Stadt Oberhausen lädt ein, sich in einer großen Versammlung für einige Tage den Möglichkeiten zu widmen.

Wir glauben: die Fragen nach Leerstand und Zusammenarbeiten, -leben, -sein in einer diversen Gesellschaft müssen gemeinsam diskutiert und realisiert werden. Das Gathering findet statt im renovierten Wasserturm, auf dem Museumsbahnsteig des Hauptbahnhofs und im Oberhaus, einem Hochhaus aus den 50er Jahren, direkt gegenüber dem Bahnhof gelegen. Orte, die gleichermaßen über Resignation und Initiative sprechen. Und über die Vielgestaltigkeit unseres Alltags.

An drei Tagen werden in Oberhausen bei Workshops, beim Feiern und Essen praktische Modelle einer ko-kreativen Gesellschaft besichtigt und entwickelt. Willkommen!

Hier das Programm!

AW | Montag 22 August 2016 at 10:15 am | | turmbLog | Kein Kommentar

Workshop "Hands on, Co-Create! Wir reparieren ein Hochhaus"


Wir von kitev haben im Rahmen der Konferenz "Mehr [als] Wohnraum" in Kooperation mit StadtBauKultur NRW einen eigenen Workshop mit dem Titel "Hands on! Wir reparieren ein Hochhaus" veranstaltet. Das Hochhaus diente somit nicht nur als Veranstaltungsort, sondern war gleichermaßen Thema des Workshops. Das produktive Treffen war eine gute Gelegenheit gemeinsame Visionen und Ideen zur Zukunft des Hauses in einer größeren Gruppe zu entwickeln und auszutauschen. In Kooperation mit dem Wohnungsunternehmen Vonovia haben wir bisher drei Wohnungen und ein leerstehendes Ladenlokal übernommen und werden diese langfristig renovieren und für neue Nutzungsmöglichkeiten umgestalten. Der Renovierungsprozess wir ein kombiniertes Experiment von gemeinschaftlichen Bauen und gleichermaßen sozialer Integration sein und hoffentlich einen guten Beitrag zum Hauptthema der Konferenz liefern.

Der Workshop hat eine interessante Mischung an unterschiedlichen Personen angezogen: langansässige OberhausenerInnen und kürzlich Hinzugezogene, Professionelle aus den Bereichen Planung und Wohnraum, KünstlerInnen und StudentenInnen von nah und fern. Zuerst stellten diejenigen, welche die längste Erfahrung mit dem Hochhaus haben, ihren Eindruck über die aktuelle Situation dar, um alle auf eine gemeinsamen Stand zu bringen. Neben Herausforderungen wie der hohen Fluktuation, besonders in den kleineren Wohnungen, und den einseitigen sozialen Strukturen, wurde auch eine Reihe potentieller Möglichkeiten identifiziert: Z.B. niedrige Miete, großartige Lage und gute Sichtbarkeit in der Innenstadt, positive Eindrücke nach ersten Begegnungen mit den BewohnernInnen, so wie die relativ gut erhaltene Bausubstanz des Gebäudes. Innerhalb des Workshops wurden drei Gruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten aufgeteilt, welche sich an verschiedenen Stellen im leerstehenden Ladenlokal im Erdgeschoss platzierten. In diesen drei Gruppen wurden vorwiegend Visionen für die Zukunft des Hauses in den nächsten fünf Jahren entwickelt und darüber diskutiert wie diese Entwicklung tatsächlich stattfinden kann: Was kann unmittelbar geschehen und wo sollten Engpässe verschwinden, welche konkreten Interventionen im Wege stehen könnten. Alle Teilnehmenden waren sich darüber einig, dass es oberste Priorität hat, zu erst den Kontakt zu den aktuellen BewohnernInnen herzustellen und sich gegenseitig kennenzulernen - z.B. durch kleine Treffen, in denen die BewohnerInnen regelmäßig über den laufenden Prozess informiert werden, Gespräche mit den langansässigen BewohnernInnen zu führen, um mehr über ihre Interessen und das Haus generell zu erfahren. Was unter allen Umständen vermieden werden sollte, sind kostspielige Renovierungen, welche am Ende keine Anerkennung finden.

Eine Reihe von Problemen haben letzlich einen zaghaften Lösungsansatz gefunden. Wenn es u.a. möglich wäre, die relativ hohen Nebenkosten zu senken (die überwiegend durch Vandalismus und Gleichgültigkeit seitens der MieterInnen hervor gerufen werden), könnten stattdessen einige Benefits entstehen (z.B. einen Garten auf dem Dach des Hauses). Eine Gruppe schlug u.a. vor, einige interessierte BewohnerInnen als hausinterne "Hausmeister" einzusetzen, um die Geschäftigkeit im Haus zu halten und den Mietern mehr Verantwortung für ihr "zuhause" zu überlassen. Dies würde eventuell auch das große Desinteresse am Objekt mindern. Eine ähnliche Idee kam aus einer anderen Gruppe, welche ein großes Potential an Beschäftigungsmöglichkeiten bzw. Ausbildungsverhältnissen durch begleitete Workshops in den leerstehenden Wohnungen bzw. dem Ladenlokal im Haus sieht. In diesem Zusammenhang war es sehr hilfreich auch Repräsentanten vom Jobcenter Oberhausen und dem Wohnungsunternehmen Vonovia anwesend zu haben.



At Kitev, we had initiated the Workshop 4 “Hands on! Wir reparieren ein Hochhaus” in order to crowdsource visions and ideas for the high-rise apartment building that we have agreed to work with in the coming years. The owner company Vonovia has invited Kitev to start a gradual upgrading process, where the current and potential future residents of the house shall be co-creators both in planning the interventions and in carrying them out together with other collaborators. The renovation process will also be an experiment of community building and social integration, hopefully making a valuable contribution to the seminar’s main topic “More (than) living space” – or even a showcase of social integration through construction.  


The workshop attracted an interesting mix of people: long-time Oberhausen residents and recent migrants, planning and housing professionals, artists and students from both close and far. First the people with the most knowledge about the past and current state of the building shared their views, to familiarize others with the state-of-the-art. Besides the challenges such as small flats that favour high fluctuation of residents and one-sided socio-economic structures, a number of opportunities were identified: e.g. low rents, great location and visibility in the city, positive feeling after the first encounters with the current tenants as well as a relatively good basic condition of the building. 

The workshop also took place in the targeted building, in a vacant shop premise of the ground floor. Most of the time was spent in three groups, envisioning the great future of the building and making a roadmap by naming concrete actions that are required to reach the vision in the coming five years: what can be done immediately and which bottlenecks have to be removed before being able to proceed with certain interventions. All agreed that the first priority is to start familiarizing with the current residents – e.g. to talk with the long-time anchor tenants and residents, to initiate a series of small gatherings to inform the tenants about the process, to gather knowledge about their priorities. What shall be avoided is a costly renovation process the results of which are not truly appreciated or are used only seldom.



A number of problems got at least tentative solutions already. If it was possible to lower the considerably high maintenance costs of the house (caused e.g. by the carelessness of some tenants), it could be possible to offer some benefits – a roof garden? – for the residents in return. One group envisaged how hiring certain residents as caretakers instead of outsourcing all building maintenance would keep the money “in the house” and gradually reduce the disinterest that some have in their apartment building. A related idea was to provide opportunities for work and apprenticeship inside the building by establishing a number of workshops either in the shop premises or vacant apartments. We were lucky to have representatives of the owner company (Vonovia) and the Job Center in the workshop.

GR | Montag 11 Juli 2016 at 1:46 pm | | en, turmbLog | Kein Kommentar

Mehr [als] Wohnraum! Konferenz

Die Konferenz "Mehr [als] Wohnraum!" findet  am 6.Juli im kitev-Turm, im Leerstand im HBF Oberhausen und im benachberten Hochhaus in der Friedrich-Karl-Straße 4. Hier kommt der Reader dazu.

AW | Dienstag 28 Juni 2016 at 10:21 pm | | turmbLog | Kein Kommentar

Auf der Suche nach New ideas for old buildings in Lettland

Riga Markt
Leerstand ist in vielen mittelgroßen, europäischen Städten ein Dauerthema. Die Gründe dafür sind divers und jede Situation wird bei näherem Hinschauen zu einem komplexen Feld, das viel über das Funktionieren von staatlicher Organisation und globalisierten Realitäten erzählt. Wir haben uns aufgemacht nach Lettland, genauer: Cēsis, um zu erfahren, wie Leerstand dort entsteht – und was daraus gemacht wird. Latvia, sing me your song of new ideas!

Zur fünften Konferenz des Projekts New ideas for old buildings trafen wir uns am 07. und 08. Juni mit unseren Partnern aus dem EU-weitem Netzwerk im idyllisch im Nationalpark Gauja gelegenen Cēsis, ein mit kaum 20.000 Einwohnern schon ziemlich grossen Ort in Lettland, das insgesamt weniger als 2 Millionen Einwohner zählt. Der Ort, wie viele weitere im Land, kämpft mit einem akuten Rückgang sowohl von Einwohnern, als auch der Wirtschaftskraft. Viele der zum Teil historischen Gebäude des Orts, stehen seit langer Zeit ungenutzt leer. Aber: es bewegt sich etwas! Langjährige BewohnerInnen des Ortes, ebenso wie grossstadtmüde AktivistInnen beginnen, der Vergangenheit neues Leben einzuhauen. Kreative StadtmacherInnen auf dem Weg in die Zukunft.

Ein altes Krankenhaus. Mitten in einem Park mit sanft geschwungenen grünen Wiesen. Eine Feuerstelle. Eine Sauna. Schafe weiden. Oder vielmehr: werden. Alles Andere ist bereits Realität im Künstlerhaus Rucka. Dort schlafen und leben wir während unserer Zeit im Ort. Ein Kollektiv von DokumentarfilmerInnen, das gleichzeitig einen Bauernhof bewirtschaftet, hat in den vergangenen Monaten auf Einladung der Stadt diesen Ort renoviert und zu einer neuen Bestimmung geführt. Nun finden hier internationale Arbeitsresidenzen für KünstlerInnen statt, Workshops und Summerschools für KuratorInnen. Ein Mal jährlich treffen sich junge ArchitektInnen und denken über das Haus und dessen Umgebung nach – und lassen etwas zurück: zum Beispiel die Sauna.

Ausgeschlafen besuchen wir die ehemalige Schule und heute frisch renovierten Coworking- und Atelier-Space ”Skola6”, der auch als Tagungsraum der Konferenz diente. In einem kooperativen Verfahren zwischen Stadtverwaltung und zivilgesellschaftlichen Akteuren ist dieser Ort in den letzten Jahren entstanden und hat sich nicht nur vorgenommen, einen Leerstand zu beleben, sondern mit der Umnutzung auch neue Ideen von Arbeit und Miteinander in die Stadt zu tragen.

Was wir nach diesen Erfahrungen bereits ahnen, bestätigt sich als wir den stellvertretenden Bürgermeister der Stadt treffen: in Cēsis ziehen alle an einem Strang. Beunruhigt durch den Abbau des Ortes und des Landes in den letzten Jahren hat sich ein sehr offenes und kollaboratives Verhältnis zwischen allen AkteurInnen in der Stadt gebildet. Die Wege sind kurz, das Vertrauen gross. Aber wie kann man in diesem Klima doch einen kritischen Blick auf vorgeschlagene Projekte bewahren? In einem Klima der Verunsicherung, das gleichzeitig auf schnelle Lösungen ausgelegt ist, gewinnen nicht nur engagierte Ideen, sondern auch das Kapital. Egal, an welchen ideologischen Hintergrund es gebunden ist. Auch das haben wir in Cēsis gelernt. Aber auch, unsere eigenen Überzeugungen kritisch zu reflektieren. Urteile müssen anders bedacht werden in einem Land mit einer sehr verschiedenen politischen und kulturellen Geschichte.

Wichtig auch, einen kurzen Vergleich zur Leerstandspolitik und –ästhetik in Riga zu ziehen: Mit Free Riga bildet ein Kollektiv von AktivistInnen eine Schnittstelle zwischen Eigentümern und potenziellen Nutzern befördert damit die Zwischennutzung leerstehender Immobilien. Tür an Tür zu informellen Wohnsituationen entstehen unter ihrer Regie Coworking Spaces und Veranstaltungsorte. Es zeichnet sich im Namen des Kollektivs bereits ab: in der Grossstadt gibt es andere politische Kämpfe zu führen als im kleinen Cēsis. Inzwischen hat sich die Initiative einen kleinen Platz in der kulturpolitischen Lobby erarbeitet. Vielleicht schaffen sie es ja, längerfristig eine neue Nutzungsökonomie für Leerstände in der Stadt zu entwickeln.

Vacancy is in most european mid-sized cities an on-going issue. The reasons for this are diverse and each case tells a different story about a complex scenario which reveals a lot about the way things work in a state-run organization and global reality. We started our trip to Cesis and Riga in Latvia, so to experience how vacancy occures over there and how to deal with them.

Latvia, sing me your song of new ideas!

At the fifth conference of the project New ideas for old buildings did we meet our dear partners from the EU-wide network to discuss in the idyllic nationalpark Gauja possible solutions for that issue. The city of Cesis with about 20.000 citizens suffers, as many other mid-sized european cities, with a tremendous shrinking process, both inhabitant-wise as economically.

Many of the partly historical buildings in the centre are abandoned since a long time and therefore in no practical use. BUT: Somethings begins to change!

Longtime citizens of Cesis as same as urban activists begin to re-discover ruins and abandoned spaces and bring them to life again.

An old hospital for example. It stands in the middle of a park, imbedded in the most beautiful landscape. Next to it appears a fireplace. Out of nowhere pops up that little sauna surrounded by sheeps who will soon have more grass than they could possible dream of. That´s the reality at Rucka, a residence of artists, little bit outside of Cesis centre. This beautiful place are we honored to call our accommodation during our stay.

It is no wonder that our sleep there is more than pleasant and let us begin freshly the next day with a trip to ”Skola6” which is a former school building and has later been renovated to serve nowadays as a Co-working and studioplace.

It follows a meeting with the mayor of Cesis. That meeting confirms our impression of the city that everyone here pulls together. The insecure situation and shrinking issue of the place founded an amazing tight and collaborative relationship between all activists. Ways are short, trust well-grounded. But how to keep in this matter the critical view on potential projects? In a sensitive atmosphere where the insecurity couldn´t be higher does money usually count more than good ideas. And doesn´t matter to which ideological foundation it´s connected to. That was our impression of Cesis, too.

But we also learned to rethink our own convictions and instead put them in a broader perspective regarding the very unique political and cultural history of the country.

A similar experience as been shown in the impressive capital Riga. Here is the operative base of Free Riga, a collective of brave activists who developed an interface between owners and potential users of abandoned space to function as mid-term projects. But beside the common issues of the whole country does Riga give plenty of other challenges that wants to be faced.

With all these experiences on our journey back home…we are deeply impressed by the great will and engagement of the latvian people. We will take that spirit with us and carry it further into our next steps to develop new ideas for old buildings! Thank you, Latvia.

GR | Mittwoch 15 Juni 2016 at 6:49 pm | | turmbLog, en | Kein Kommentar

Zu Gast beim Mikser festival 2016



Wie lässt sich die Situation von Geflüchteten in einem Transitland, wie Serbien, langfristig verbessern?

Um Antworten auf diese Frage zu finden, waren wir von kitev als einer von zahlreichen Gästen beim diesjährigen Mikser Festival 2016 vom 08. Bis 12.Juni in Belgrad/Serbien geladen.

Die aktuelle Lage der Neuankommenden in Belgrad ist keine einfache, obwohl das Engagement seitens serbischer Organisationen und Instutitionen groß ist. Abgesehen von Unterkunft und Verpflegung, rückt, wie in ganz Europa, vor allem die Frage des Zusammenlebens immer mehr in den Vordergrund. Die Situation vor Ort ist mehr als angespannt und unsere Kollegen von Mikser stehen vor einer bedeutenden Aufgabe. Lösungen müssen her!

Bei der mehrtägigen Konferenz mit dem Thema ”Mikser Talks - Sensitive society” wurden viele gute Beispiele aus dem internationalen Netzwerk präsentiert, um anschliessend gemeinsam diskutiert zu werden.
Wir stellten in diesem Zusammenhang unsere Projekte Refugees for Co-Creative Cities, New Ideas for old buildings und Refugees´ Kitchen vor. Den Interessierten berichteten wir aus unseren praxsisorientierten Erfahrungen eines gemeinsamen Miteinanders und erzählten auch mit welchen Werkzeugen wir Zugänge der Mitgestaltung für alle aus unserer Gesellschaft herstellen wollen.

Es ist gut zu sehen, wie viele interessante, internationale Projekte zu diesem Thema arbeiten und es sich lohnt im ständigen Austausch zu bleiben, um voneinander zu lernen und gemeinsam neue Ideen auf den Weg zu bringen!







How can the situation of the refugees change in a longterm-perspective in a transit country like serbia?

To find answers regarding this question invited Mikser several guests, so us from kitev, to this year´s Mikser festival from the 8th until the 12th of June in Belgrade/Serbia.

The current situation of the new citizens is more than tense although the engagement of serbian organizations and institutions is unbowed. Apart from accommodation, health care and food comes, like in all european countries, the question of ”how works living together?” more to the fore. Our collegues from Mikser are facing a big challenge. Solutions are requested!

At the three days conference calling ”Mikser Talks – Sensitive society” have been presented and discussed many good examples by participants from the broader international network.
Our contribution was to introduce our three projects Refugees for Co-Creative Cities, New ideas for old buildings and Refugees´ Kitchen. We reported out of our experiences as being practical orientated in creating common workflows and which tools we are using to make it possible for everyone out of the society to join the project.

It is great to see how many interesting projects on an international base are dealing with that subject. It´s worth to keep the exchange so to learn from each other and create new possible ways to turn each problem into solutions!



GR | Dienstag 14 Juni 2016 at 10:43 am | | turmbLog | Kein Kommentar

Mehr [als] Wohnraum! Konferenz

Wir laden ein!

Zur Konferenz ”Mehr [als] Wohnraum! – Bauen als Beitrag zur Integration sozial Benachteiligter”

Der Ruf nach mehr Wohnraum wird lauter!
Die aktuelle Situation in Deutschland macht mehr als deutlich, dass neue, kreative Ideen dringend gebraucht werden.
Entstehen könnten diese zum Beispiel am 06. Juli bei uns in Oberhausen, wo sich Experten, ”Stadtmacher”, Künstler und Kreative rund um das Thema Bauen und dessen Möglichkeiten der Integration sozial Benachteiligter treffen und austauschen werden.

Die Teilnehmer erwartet ein tolles Programm, gefüllt mit zahlreichen Vorträgen, Workshops und anregenden Diskussionen. Veranstaltet wird die ganztägige Konferenz von kitev in Kooperation mit StadtBauKultur NRW, die, wie wir, neue Formen des Zusammenlebens suchen und gestalten wollen.

Und da uns der Bahnhofsturm als einzige Veranstaltungsstätte nicht reicht, beziehen wir ein weiteres Objekt in der Oberhausener Innenstadt.
Denn wie lässt sich die Umsetzung eines Bauvorhabens besser veranschaulichen als in einem renovierungsbedürftig Gebäude selbst?!
Wir packen es an und reparieren das Hochhaus an der Friedrich-Karl-Straße!

Unter folgendem Link sind alle Interessierten herzlich eingeladen sich anzumelden:
http://stadtbaukultur-nrw.de/mehr-als-wohnraum/

Hier ist das Programm zum download.

The call for more living spaces couldn´t be louder right now!
The current situation in germany reveals how desperate it needs new, creative ideas when it comes to building solutions.
These ideas could be possibly soon developed on the 6th of july in Oberhausen where experts, ”citymaker”, artists and creatives will gather to exchange and discuss collective building as a possible practice to integrate socially disadvantaged people.

The participants can look forward to a great program packed with several presentations, workshops and inspiring discussions. This whole-time conference will be presented by kitev in cooperation with StadtBauKultur NRW who, same like us, constantly searching and developing new ways of cohabitation.

And since we believe that ”our tower” isn´t enough to represent our goals completely did we decide to include another interesting object in the city of Oberhausen. Hands on! We gonna repair the high-rised building on the Friedrich-Karl-Street.

Please feel free to use the following link for your registration:
http://stadtbaukultur-nrw.de/mehr-als-wohnraum/

GR | Freitag 03 Juni 2016 at 5:25 pm | | turmbLog | Kein Kommentar

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